:

122 Uckermärker profitieren von Förderung

Das Geld soll Jugendlichen den Weg zu einem besseren Bildungsabschluss erleichtern.
Das Geld soll Jugendlichen den Weg zu einem besseren Bildungsabschluss erleichtern.
Christoph Strotmann

Landesregierung und Opposition sind sich allerdings uneins über den Erfolg der Maßnahme.

Rund 2400 Brandenburger Gymnasiasten und Fachoberschüler erhalten derzeit das Schüler-Bafög, das das Land seit 2010 an Kinder aus bedürftigen Familien auszahlt. In 2242 Fällen beträgt die Unterstützung 100 Euro pro Monat, in 59 Fällen sind es 50 Euro. In der Uckermark erhielten im Schuljahr 2012/2013 insgesamt 122 Schüler die Unterstützung.

Bei einer Bewertung der bundesweit einmaligen Regelung erklärten rund die Hälfte von 2100 befragten Empfängern des Schüler-Bafögs, dass sie nur mit Hilfe der Förderung eine Ausbildung absolvieren konnten oder sich dadurch die Rahmenbedingungen deutlich verbessert hätten.

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gordon Hoffmann, warf Rot-Rot vor, sich die Zahlen schön zu rechnen. Er kritisierte, dass nur die Antragsteller befragt worden seien. Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Marie Luise von Halem, sagte: „Das entscheidende Manko am Schüler-Bafög ist, dass es viel zu spät ansetzt.“ Die Entscheidung über den künftigen Bildungsweg falle in der fünften oder sechsten Klasse, nicht erst in der elften. Der Nutzen der Hilfe bleibe ungewiss.

Die Unterstützung für Schüler auf dem Weg zum Abitur wurde vor rund drei Jahren eingeführt.