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58-Jährige flüchtet vor ihrem bewaffneten Mann

Polizisten eilen zu Hilfe, um die Eskalation eines Familienstreites zu verhindern.
Polizisten eilen zu Hilfe, um die Eskalation eines Familienstreites zu verhindern.
Arno Burgi

Eine spezielle Einsatzgruppe der brandenburgischen Polizei versucht alles, um eine Eskalation zu verhindern. Über Lautsprecher fordern sie einen bewaffneten Ehemann auf, aufzugeben.

Nach einem Familienstreit am Freitagabend flüchtete sich eine 58-jährige Frau aus dem Oranienburger Ortsteil Friedrichsthal  in die Obhut der Polizei. Dort gab sie an, dass ihr 79-jähriger Ehemann einerseits im Besitz scharfer Waffen sei und sich oder Dritten andererseits möglicherweise etwas antun könne.
Vor diesem Hintergrund wurden neben Beamten der Schutz- und der Kriminalpolizei auch eine Spezialeinsatzgruppe (SEG) sowie die Verhandlungsgruppe alarmiert.

Den Beamten der Verhandlungsgruppe gelang es gegen 23.30 Uhr, den Mann über Außenlautsprecher zum Verlassen des Hauses zu bewegen. Unmittelbar vorher legte er eine scharfe Waffe ab.
Nach dem Verlassen wurde er von Beamten der SEG ohne Widerstand und Verletzungen in Gewahrsam genommen.

Verstoß gegen Waffengesetz dokumentiert

Die  im Haus befindlichen Schusswaffen und entsprechende Munition sowie weitere militärische Devotionalien wurden sichergestellt. Der Mann ließ sich freiwillig ins Krankenhaus Hennigsdorf bringen.

Eine Überprüfung ergab, dass der Mann offiziell Besitzer von drei Kurz- und drei Langwaffen ist. Auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz war bereits dokumentiert.