MAßNAHME GEGEN ZU WENIG MEDIZINER

Ab 2015 werden in der Mark endlich Ärzte ausgebildet

Brandenburg ist bislang das einzige Flächenland in Deutschland, in dem keine Mediziner ausgebildet werden.
dpa
Vor allem in ländlichen Gebieten fehlen sehr viele Mediziner.
Vor allem in ländlichen Gebieten fehlen sehr viele Mediziner. Jochen Lübke
Potsdam.

In Brandenburg sollen erstmals Ärzte ausgebildet werden. Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) hat dazu die geplante private medizinische Hochschule in Neuruppin und Brandenburg/Havel anerkannt, wie sie am Dienstag in Potsdam erklärte. „Damit wird erstmals die Ausbildung von Fachärztinnen und Fachärzten in Brandenburg ermöglicht.“ Brandenburg ist das einzige Flächenland, in dem bislang keine Mediziner ausgebildet werden.

Zunächst soll es an der Hochschule Psychologie-Studiengänge geben, ab dem Sommer 2015 kommt ein Modellstudiengang Medizin hinzu. Jährlich 45 Ärzte sollen ausgebildet werden. Nach einer Regelstudienzeit von zwölf Semestern wären die ersten Absolventen 2021 fertig.

Hinter der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane stehen die Ruppiner Kliniken und das Städtische Klinikum Brandenburg/Havel. Mehrere Lehrkrankenhäuser sowie Ärzteverbände und -kammern zählen zu den Kooperationspartnern.

Mit der neuen Hochschule sei die Hoffnung verbunden, die ärztliche Versorgung in Brandenburg abzusichern, sagte die Ministerin. Sie erwarte, dass die Absolventen nach ihrem Studium im Land blieben. Gerade im ländlichen Raum besteht ein Mangel an Medizinern. Kunst betonte, dass mit der Genehmigung kein Zuschuss aus dem Landeshaushalt verbunden sei.

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