DDR-Architektur
Das ist das Ende der Potsdamer Fachhochschule

Die Fachhochschule soll mit Abrissbaggern geschossweise abgetragen werden.
Die Fachhochschule soll mit Abrissbaggern geschossweise abgetragen werden.
Soeren Stache

Mit dem Abriss der ehemaligen Fachhochschule verschwindet der nächste Bau aus DDR-Zeiten. Dadurch kommt die Stadt Potsam ihrem Ziel einen Schritt näher.

Nach jahrelangen Protesten wird die ehemalige Fachhochschule in der historischen Potsdamer Innenstadt abgerissen. Mit dem Skelettbau aus den 1970er-Jahren verschwindet ein weiteres Stück DDR-Geschichte in Potsdam. Das Gebäude soll mit Abrissbaggern geschossweise abgetragen werden.

Dabei müssen bis zum Herbst 30.000 Tonnen Schutt abtransportiert werden. Die entstehende Fläche soll dann für ein neues Viertel mit Wohn- und Geschäftshäusern genutzt werden. Neben dem ehemaligen Interhotel „Mercure” war die Fachhochschule eines der letzten verbliebenen Gebäude mit markanter DDR-Architektur in der historischen Stadtmitte.

Initiative wollte Bau retten

Die Initiative „Stadtmitte für alle” hatte den Bau retten wollen und im vergangenen Jahr ein Kaufangebot über sechs Millionen Euro vorgelegt, das von der Stadt allerdings abgelehnt wurde. Die Initiative hatte vorgeschlagen das Gebäude als „Haus der Stadtgesellschaft” zu nutzen, in dem Platz für Wohnungen, Vereine, Verbände und Wissenschaftsinstitute geschaffen werden sollte.

Aus Sicht der Stadt passt das Gebäude aber nicht in das wiederaufgebaute, barock geprägte Umfeld mit Landtagsschloss und Museum Barberini.