BRANDENBURG „VORBEREITET”

Afrikanische Schweinepest kommt näher

Jetzt sind es nur noch etwas mehr als 40 Kilometer bis zur detuschen Grenze: Erneut werden Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Westpolen bekannt.
dpa
Die Afrikanische Schweinepest breitet sich aus. (Symbolbild)
Die Afrikanische Schweinepest breitet sich aus. (Symbolbild) Sebastian Willnow
Brandenburg setzt weiter auf Präventionsmaßnahmen.
Brandenburg setzt weiter auf Präventionsmaßnahmen. Sebastian Willnow
Potsdam.

Nach weiteren Nachweisen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Westpolen setzt Brandenburg seine Präventionsmaßnahmen fort. Am Mittwoch solle etwa erneut ein Brief an Speditionsunternehmen im Land verschickt werden, teilte das Verbraucherschutzministerium in Potsdam am Dienstag mit. Darin sollen Fernfahrer dazu aufgerufen werden, keine fleischhaltigen Lebensmittel aus Polen mitzubringen. Dadurch bestehe die Gefahr, den Erreger einzuschleppen.

Am Dienstag waren weitere ASP-Fälle in Polen rund 40 Kilometer entfernt von der Grenze zu Brandenburg bekannt geworden – deutlich näher als bislang bekannte Funde. „Wir als Verbraucherschutzministerium nehmen das sehr ernst und stehen im Kontakt mit unserem Landwirtschaftsministerium und den Landkreisen”, sagte Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag laut Mitteilung. „Wir setzen weiter auf Präventionsmaßnahmen und sind für den Ernstfall vorbereitet.”

Zum Monatsanfang war die Aufwandspauschale für Jäger, die verendete Wildschweine melden und eine Blutprobe entnehmen, von 30 Euro auf 50 Euro erhöht worden. Erst vor kurzem habe Brandenburgs Landestierarzt Informationsmaterialien zu der Seuche an alle Schweinehalter und Jäger verschickt, hieß es vom Ministerium. Auf den Betrieben müssten zudem Sicherheitsmaßnahmen strikt eingehalten werden. An Haltepunkten entlang der Autobahnen weisen Schilder darauf hin, keine fleischhaltigen Lebensmittel wegzuschmeißen.

Seit Mitte November Schweinepest-Fälle

Angaben des Ministeriums zufolge meldete Polen am Dienstag sieben ASP-Fälle im Kreis Zielonogorski. Ein weiterer Fundort liege knapp 43 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Beide Fundorte befinden sich den Angaben zufolge außerhalb der bereits eingerichteten Zone, in der bislang infizierte Wildschweine gefunden worden waren.

Am Dienstagmorgen hatte der Ortsbürgermeister der polnischen Stadt Nowogrod Bobrzanski, Pawel Mierzwiak, der Deutschen Presse-Agentur einen ASP-Nachweis bei einem verendeten Wildschwein in der Nähe des Ortes bestätigt. Der Ort befindet sich gut 42 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.

Nowogrod Bobrzanski liegt im westlichen Teil der Woiwodschaft Lebus. In dieser Gegend nahe der Grenze zum brandenburgischen Forst in der Lausitz gibt es seit Mitte November Fälle der Afrikanischen Schweinepest. Begonnen hatte der Ausbruch in der Nähe der Ortschaften Nowa Sol und Slawa – rund 80 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Mittlerweile wurde der Erreger bei mehreren Dutzend verendeten Wildschweinen in der Region festgestellt.

Betretungsverbot für Wälder

Am Montag hatte die Kreisstadt Zielona Gora (Grünberg) ihren Einwohnern untersagt, die umliegenden Wälder zu betreten. Laut der polnischen Nachrichtenagentur PAP wurde das ASP-Virus dort bei vier toten Wildschweinen nachgewiesen. Zielona Gora liegt etwa 60 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt.

Auch der Deutsche Jagdverband wies auf Twitter mit Bezug auf Angaben polnischer Behörden darauf hin, dass sich die Seuche weiter nach Westen ausbreite.

 

 

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Kommentare (1)

es wurden Schilder aufgestellt.
Ich schlagen einen freiwilligen Speicheltest für Wildschweine vor. Und Einreiseverbot.
Diese zielstrebige Vorgehensweise wird das Problem schnell in den Griff bekommen...
Hauptsache die Massentierhaltung wird geschützt.