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Angestellte Lehrer streiken

Die GEW begleitet die Tarifgespräche mit vielen Aktionen.
Die GEW begleitet die Tarifgespräche mit vielen Aktionen.
Bernd Settnik

In Brandenburg sind allerdings die meisten der gut 18 000 Pädagogen Beamte ohne Streikrecht, nur 20 Prozent der Lehrkräfte sind Angestellte.

Auch in Brandenburg müssen Eltern und Schüler heute mit Einschränkungen beim Unterricht rechnen: Die Lehrer-Gewerkschaft GEW hat die angestellten Lehrer aufgerufen, sich an den Warnstreik-Aktionen der Kollegen in Berlin zu beteiligen. Damit solle in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, sagte der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs im Vorfeld. Die meisten der gut 18 000 Lehrer in Brandenburg sind allerdings Beamte ohne Streikrecht, nur 20 Prozent der Lehrkräfte sind Angestellte.

Unterrichtsausfall solle allerdings vermieden oder so gering wie möglich gehalten werden, teilte das Landesschulamt mit. Die Eltern sollten sich wegen der möglichen Auswirkungen direkt bei der Schule ihres Kindes nachfragen, empfahl das Amt.

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder werden am Sonnabend in Potsdam fortgesetzt. Die Gewerkschaften verlangen in den Gesprächen 5,5 Prozent mehr Lohn sowie eine bessere Eingruppierung der Lehrer und den Erhalt der Altersvorsorge für die Beschäftigten. Bereits am Dienstag hatten Tausende Lehrer und andere Landesbeschäftigte aus den Ländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen in Leipzig für ihre Forderungen demonstriert.