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Anstich zur Ernte der Teltower Rübchen

Bauer Uwe Schäreke ist einer der wenigen Produzenten.
Bauer Uwe Schäreke ist einer der wenigen Produzenten.
Bernd Settnik

Das berühmte Gemüse ist inzwischen schon seit 1993 als regionale Marke namentlich geschützt.

Die Ernte der Teltower Rübchen hat begonnen. Der sogenannte Anstich fand am Donnerstag auf dem Feld des Produzenten Axel Szilleweit in Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) statt, wie ein Sprecher des „Fördervereins für das Teltower Rübchen“ berichtete. Szilleweit und Uwe Schäreke sind die einzigen beiden Bauern, die das Gemüse heutzutage noch in größeren Mengen anbauen. Sie produzieren jährlich insgesamt rund fünf Tonnen der einzigartigen lokalen Spezialität. Am Sonntag wird der Start der Erntesaison dann offiziell mit dem 16. Teltower Rübchenfest im Ortsteil Ruhlsdorf gefeiert.

Die kegelförmigen Rübchen wurden bereits zur Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688) großflächig im Raum Teltow angebaut und schon damals europaweit verschickt. Zu DDR-Zeiten ging das Interesse an dem Gemüse immer mehr verloren, nach der Wende wurde die Tradition dann aber schnell wiederbelebt. Der Name „Teltower Rübchen“ ist inzwischen seit 1993 als regionale Marke geschützt. Kein Gemüse aus anderen Regionen darf unter dieser Bezeichnung auf dem Markt angeboten werden.