HIMMELFAHRT

Aufmüpfige Christen feiern Gottesdienst trotz Verbot

Paradox: In einer Kirche dürfen sich derzeit wegen der Corona-Maßnahmen 50 Menschen versammeln, aber draußen nicht? Das hat man in Zehdenick nicht akzeptiert. Was für ein Himmelfahrtskommando!
Landesbischof Christian Stäblein (Archivbild)
Landesbischof Christian Stäblein (Archivbild) Mathias Scherfling
Zehdenick.

49 Christinnen und Christen versammelten sich am Himmelfahrtstag im Klosterhof von Zehdenick (Oberhavel). Begleitet von der Musik eines Posaunenchors feierten sie am Morgen einen Open-Air-Gottesdienst. Was sonst nur nur eine Randnotiz gewesen wäre, wurde im Landkreis Oberhavel aber zu einer Staatsaktion. Denn der Landkreis hatte den Gottesdienst am Tag zuvor eigentlich verboten.

„Die Gemeinde Zehdenick hat eine schriftliche Untersagung des Gottesdienstes erhalten“, sagte Superintendent Uwe Simon. In der COVID19-Eindämmungsverordnung seien Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern schließlich nur „in” Kirchen erlaubt. Das Gesundheitsamt die Landkreises untersagte deswegen den Freiluftgottesdienst – doch die Kirche feierte trotzdem. „Wir haben eine andere Rechtsauffassung“, sagte Simon. Die Kirche habe sich in der Vergangenheit und auch am Himmelfahrtstag stets an alle Auflagen der Corona-Verordnung gehalten.

Bischof bleibt standhaft

So sei die maximal erlaubte Zahl von 50 Gottesdienstbesuchern nicht überschritten worden, auch die Abstandsregeln seien eingehalten worden. Die Predigt im Zehdenicker Himmelfahrtsgottesdienst hielt dann auch nicht irgendwer, sondern der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein. „Wir haben uns an alle Regeln der Hygienevorschriften gehalten“, sagte Stäblein, dem Uckermark Kurier. Gerade in Bezug auf die Gefahr der Ansteckung durch Tröpfcheninfektion und Aerosole sei es sogar besser, einen Gottesdienst draußen unter freiem Himmel und nicht in den eng begrenzten Räumen einer Kirche zu feiern.

Der Sprecher des Potsdamer Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, erklärte, ihm sei der konkrete Fall aus dem Kreis Oberhavel nicht bekannt. Grundsätzlich seien Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern in Kirchen erlaubt. Alle Ausnahme von dieser Regel müsse ein Landkreis genehmigen. Die Pressestelle des Landkreises Oberhavel war am Himmelfahrtstag telefonisch nicht erreichbar.

In Templin hat eine Gemeinde ihren Gottesdienst übrigens auch im Freien gefeiert. In der Uckermark ging das problemlos.

Vollbildanzeige

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Zehdenick

Kommende Events in Zehdenick

zur Homepage

Kommentare (12)

gegen Behördenunfug ala Schwesig.

Zehdenick liegt in Brandenburg 🤦🏼‍♂️😂

http://www.kirche-mv.de/Corona.corona.0.html

In MV erlaubnisfrei bis 150 Personen.

der PRESSESPRECHER der Ministerpräsidentin M-V belehrt. Recht hat er, Ahnung eher weniger.

Dass Niels wieder ne Hand frei hat, um was vom Stapel zu lassen, nachdem er Sabsis Pojucken behandelt hat, hab ich geahnt.
😂🤦🏼‍♂️🙋🏼‍♂️

wie der PRESSESPRECHER wäre stolz, wenn ihm bestätigt wird, dass er mal Recht hat. Wobei es natürlich eine herausragende Leistung des KOMMENTARLESERS ist, zu erkennen, dass Zehdenick in der verbotenen Zone liegt.

hat, macht nicht stolz.

Und dieser Pressesprecherquatsch nutzt sich bei den ganzen Bruchlandungen ganz schön ab.
Gruß an den geistigen Tiefflieger vom "Nichtschwimmer" aus'm Augustabad

Bleiben Sie beim lesen.

gibt's auch Nichts zu verstehen.
Zusammengefügtes Wirrwarr halbgar serviert ohne Abzuschmecken.

SPD à la SPD. Ok EINSATZ hat es nicht so mit den Fremdsprachen, aber Unsinn bleibt Unsinn.

... die Kirche eine andere Rechtsauffassung hat oder nicht, es war eine verbotene kirchliche Veranstaltung. Basta. Wenn der Kirchenfürst eine andere Auffassung hat, gibt es ihm noch lange nicht das Recht, das zu tun was er für richtig hält. Dann muss er klagen!!!!!!!!!!
Traut er sich offensichtlich nicht, da ja der Staat die Kirchensteuer eintreibt und er vom Staat bezahlt wird. Wieder ein mal ein Beweis dafür, das Wasser gepredigt und Wein getrunken wird. Auch und gerade ein Bischof hat sich an die irdischen Regeln zu halten oder ist er der Meinung bei der Besoldungsgruppe ab B 7 - B 10 der liebe Gott zu sein?

... Bischof stellt den Rechtsstaat in Frage. Unfassbar. Eine andere Rechtsauffassung heißt nicht automatisch, dass er "Recht" hat