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Aufsässige Abgeordnete wird abgeschoben

Die Abgeordnete Monika Schulz-Höpfner gehört zu den ältesten Vertretern der CDU im Potsdamer Landtag.
Die Abgeordnete Monika Schulz-Höpfner gehört zu den ältesten Vertretern der CDU im Landtag.
CDU

Seit 1994 sitzt sie für die CDU im Landtag. Nun will die Partei Monika Schulz-Höpfner loswerden. Dagegen gibt es Widerstand in den eigenen Reihen.

19 Abgeordnete stellt die CDU in Brandenburg. Auf dem Vorschlag des Parteivorstands für die Kandidatenliste zu den nächsten Landtagswahlen finden sich diese Abgeordneten in der Regel zwischen Platz 1 und 19 wieder. Monika Schulz-Höpfner gehört zu den drei Abgeordneten der CDU, die am längsten dabei sind. Seit 1994 sitzt die Lausitzerin im Landtag. Auf welchem Platz ihr Name erscheint? 33. Und ihr direkter Gegenkandidat im Wahlkreis ist kein Geringerer als Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Wenn die CDU 2014 also nicht völlig unerwartet einen Erdrutsch-Sieg in Brandenburg feiert, wäre Schulz-Höpfners Karriere im Land wohl vorbei.

Wie es dazu kam? Entgegen der Parteilinie hatte Schulz-Höpfner (CDU) Braunkohletagebaue kritisiert. Jetzt muss die Abgeordnete für ihre politische Zukunft kämpfen. Ihr Kreisvorstand stellt sich auf ihre Seite. „Wie mit ihr umgegangen wird, hat hier jeder mit Erschütterung und Entsetzen aufgenommen“, sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende Hartmut Höhna. Es gebe keinen nachvollziehbaren Grund, warum ein so engagiertes Mitglied des Landtags nur auf Listenplatz 33 stünde. Einstimmig hat der Kreisvorstand die Unterstützung Schulz-Höpfners beschlossen und angefangen, die eigene Parteiführung zu attackieren. In einem Schreiben an den CDU-Landesvorsitzenden Michael Schierack und Generalsekretärin Anja Heinrich nennt der Kreisverband den Listenvorschlag „in keiner Weise akzeptabel“.