Die Aktivisten der Kampagne „Essen Retten – Leben Retten” fordern ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung
Die Aktivisten der Kampagne „Essen Retten – Leben Retten” fordern ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine Agrarwende, um Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft zu senken. Paul Zinken (Archiv)
Polizei-Einsatz

Autobahn-Blockierer gefährden Hochschwangere und ihr Ungeborenes

Klimaschutz-Demonstranten haben erneut eine Berliner Autbahn blockiert. Die Polizei musste einer schwangeren Frau im Stau zu Hilfe eilen.
dpa
Berlin

In der Umgebung einer Straßenblockade von Klimaschutz-Demonstranten in Berlin hat die Polizei eine hochschwangere Frau mit Blaulicht am Stau vorbei ins Krankenhaus gefahren. Die Frau habe mit ihrem Partner am Donnerstagmorgen im Bereich des Tempelhofer Damms im Auto im Rückstau von der Auf- und Ausfahrt zur Autobahn gesteckt.

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Ein Polizeiwagen habe sie dort abgeholt und mit Blaulicht und Sirene in ein Krankenhaus gefahren, sagte eine Polizeisprecherin. Ob die Ursache des Problems die Blockade der Autobahnausfahrt durch die Demonstranten war, müsse noch endgültig geklärt werden, so die Sprecherin.

Die kleine Klimaschutz-Initiative „Letzte Generation” hatte am Donnerstagmorgen ihre Serie von Sitzblockaden an Ausfahrten der Berliner Stadtautobahn A 100 fortgesetzt. Blockiert wurden die Ausfahrt Tempelhofer Damm und Spandauer Damm, laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) bildeten sich jeweils schnell Staus.

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Am Mittwoch hatte die Initiative mit ein paar Dutzend Mitgliedern in Berlin zu ihrer Kampagne „Essen Retten – Leben Retten” betont: „Wir werden weitermachen.” Die gegenwärtige Notlage rechtfertige auch Gesetzesverstöße. In den vergangenen Wochen hatten die Demonstranten in Berlin rund 30 Mal Straßen und Autobahnen blockiert. Sie fordern ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine sofortige Agrarwende. Die Polizei nahm mehr als 200 Anzeigen gegen Blockierer auf.

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