Mit einem Flatterband wurde ein Zugang zum Strand des Helenesees abgesperrt, nach und nach werden auch Zäune aufgestellt.
Mit einem Flatterband wurde ein Zugang zum Strand des Helenesees abgesperrt, nach und nach werden auch Zäune aufgestellt. Patrick Pleul
Teile des Helenesees bei Frankfurt (Oder) dürfen wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden.
Teile des Helenesees bei Frankfurt (Oder) dürfen wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden. Patrick Pleul
Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) hat vorsorglich das gesamte Nord- und Westufer sperren lassen.
Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) hat vorsorglich das gesamte Nord- und Westufer sperren lassen. Patrick Pleul
Der See ist ein beliebter Ausflugsort (Archivbild).
Der See ist ein beliebter Ausflugsort (Archivbild). Patrick Pleul
Der See ist ein beliebter Ausflugsort (Archivbild).
Der See ist ein beliebter Ausflugsort (Archivbild). Patrick Pleul
Helenesee

Badeverbot in der „kleinen Ostsee” bis mindestens Ende Juli

Die Strände dürfen nicht mehr betreten werden, überall werden Zäune aufgestellt: Das Baden im auch „kleine Ostsee” genannten Helenesee ist zu gefährlich.
dpa
Frankfurt (Oder)

Im Helenesee bei Frankfurt (Oder) kann frühestens im August dieses Jahres wieder gebadet werden. Bis Ende Juli prüfe ein Gutachter, ob zumindest einzelne Strandabschnitte an dem 250 Hektar großen Gewässer möglicherweise wieder freigegeben werden können, sagte Sebastian Fritze, Präsident des Brandenburger Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) am Montag im Hauptausschuss der Stadt Frankfurt (Oder).

Mehr lesen: Bootsbesitzer vom Malchiner See widersprechen BUND

Böschung abgerutscht

Die Behörde hatte das auch als „kleine Ostsee” überregional beliebte Badegewässer am Freitag vor Pfingsten aus Sicherheitsgründen sperren lassen. Mitte März dieses Jahres war eine Böschung am Oststrand auf 27 Metern Länge abgerutscht.

Da nicht auszuschließen war, dass auch andere Uferbereiche betroffen sind und somit Lebensgefahr für die dort Badenden bestehen könnte, wurden vorsorglich alle insgesamt 1350 Meter langen Strände am Helenesee geschlossen. Sie dürfen seitdem nicht mehr betreten werden. Nach und nach werden dort Zäune aufgestellt.

Mehr lesen: Kleine Jungs beim Umziehen am See in Templin fotografiert

Ehemalige Braunkohlegrube

Bei dem bis zu 60 Meter tiefen Gewässer handelt es sich um das Restloch der früheren Braunkohlengrube „Helene”, die von 1943 bis 1958 betrieben worden war. Danach wurde der Tagebau nach Angaben des LBGR als unwirtschaftlich aufgegeben und lief bis etwa 1970 voll Grundwasser.

Böschungsabrutschungen und Teilsperrungen hatte es im Laufe der Jahre immer wieder am Helenesee gegeben. Ein Standsicherungsgutachten aus dem Jahr 2010 müsse jetzt überarbeitet und aktualisiert werden, führte LBGR-Präsident Fritze am Montag aus.

Mehr lesen: Start in die Badesaison verschiebt sich erneut

Bis Ende September dieses Jahres werde der Gutachter seine Einschätzungen dazu präzisieren. Bis Ende 2021 werde auch anhand umfangreicher Untergrundüberprüfungen klar sein, was getan werden müsse, um den Helenesee abschließend zu sichern, sagt er.

zur Homepage