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Bald Ganzkörperscanner auch auf Berliner Flughäfen

Auf anderen deutschen Flughäfen – wie hier in Düsseldorf – sind die neuen Scanner schon länger im Einsatz.
Auf anderen deutschen Flughäfen – wie hier in Düsseldorf – sind die neuen Scanner schon länger im Einsatz.
Oliver Berg

Lange Zeit waren sie als Nacktscanner verschrien, weil die Bilder angeblich alle Körperteile zeigten. Bei modernen Geräten sind jedoch nur Strichmännchen zu sehen. Warum sie auf den Airports der Hauptstadt so spät eingeführt werden, hat einen besonderen Grund.

An den beiden Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel gehen in den nächsten Wochen je zwei moderne Sicherheitsscanner in Betrieb. Allerdings sollen die Ganzkörperscanner eines amerikanischen Herstellers, die ähnlich wie eine Duschkabine aussehen, vorerst nur Fluggäste nach Israel und in die USA kontrollieren, wie die Bundespolizei auf Anfrage mitteilte.

In Schönefeld ist bereits seit Mitte 2014 ein Gerät älterer Bauart für Zusatzkontrollen bei Flügen nach Israel im Einsatz. Die neuen, mehr als 200 000 Euro teuren Scanner, kommen nun noch dazu. Die Kontrolle ist laut EU-Vorschriften freiwillig. Verweigert jedoch ein Fluggast den Körperscan, wird er per Hand nach verdächtigen Gegenständen abgetastet.

Wegen der erwarteten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER hatte die Bundespolizei lange Zeit auf die Anschaffung von Körperscannern in Tegel verzichtet. Weil der Termin für die Flughafen-Eröffnung des neuen BER immer wieder wackelt, schaffte die Bundespolizei nun aber doch die ersten modernen Geräte an. Sie sollen noch im Juli den regulären Betrieb aufnehmen.