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Bauen in der Mark bleibt teuer

Bei Bauland für Mehrfamilienhäuser gehen die Preise in Brandenburg durch die Decke.
Bei Bauland für Mehrfamilienhäuser gehen die Preise in Brandenburg durch die Decke.
Patrick Pleul

Die eigenen vier Wände bleiben wegen der steigenden Grundstückspreise in Brandenburg für viele Familien ein Traum. Nicht nur im Berliner Umland, auch in den ländlichen Regionen wird viel Geld verlangt.

Bauland wird in Brandenburg auch in den nächsten Jahren teurer. Vor allem im Berliner Umland steigen die Preise aufgrund der starken Nachfrage weiter. Das sagte der Chef des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte, Jürgen Kuse. Er legte am Montag in Potsdam den neuesten Grundstücksmarktbericht vor. Demnach entfielen rund 22 Prozent aller Baulandverkäufe im Vorjahr auf Grundstücke für Eigenheime. Damit liege Brandenburg mit Abstand an der Spitze aller Bundesländer. "Brandenburg ist ein Eigenheimland", sagte Kuse.

Erstmals seit der Jahrtausendwende überschritt der Umsatz auf dem märkischen Immobilienmarkt im Vorjahr wieder die Fünf-Milliarden-Marke. Die 5,02 Milliarden Euro waren im Vergleich zu 2014 ein Plus von 21 Prozent. Allerdings verringerte sich die verkaufte Fläche um 16 Prozent auf rund 44 200 Hektar. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich 2015 im Schnitt um 5 Prozent auf 1477 Euro je Quadratmeter. Im Speckgürtel um Berlin kletterten die Preise - ohne Potsdam - um sechs Prozent auf 1896 Euro je Quadratmeter.

Eine Sonderrolle nahm die brandenburgische Landeshauptstadt ein. Bei Bauland, das für Mehrfamilienhäuser geeignet ist, war die Entwicklung besonders krass. Hier schossen die Quadratmeterpreise um mehr als 80 Prozent auf 511 Euro nach oben. Nach Einschätzung Kuses ist damit aber eine gewisse "Sättigung" in Potsdam erreicht. Die Immobilienpreise stiegen derzeit schneller als die Mieten. Im Bauvorhaben im höheren Preisbereich würden Investoren daher künftig eher auf das Umland um Berlin ausweichen.

Die Bodenpreise für Ackerland stiegen laut Grundstücksmarktbericht um 15 Prozent, für Grünland und Forstflächen um jeweils 9 Prozent.