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Bedarf an neuen Lehrern umstritten

Hoher Krankenstand, viele Pensionierungen, weniger Arbeitszeit: Brandenburg muss schon bald sehr viele Lehrer einstellen. Über die genaue Zahl ist sich die Landesregierung uneins.

Viele Schulen brauchen demnächst neue Lehrer.
Friso Gentsch Viele Schulen brauchen demnächst neue Lehrer.

Innerhalb der Koalitionsfraktionen von SPD und Linker herrscht Uneinigkeit über den Bedarf an neuen Lehrern im kommenden Jahr. Während Linken-Fraktionschef Christian Görke erklärte, dass zum Schuljahr 2014/15 insgesamt 1200 neue Lehrer eingestellt werden müssten, liegt der Bedarf laut seinem SPD-Amtskollegen Klaus Ness nur bei 1000.

Ness sprach sich dafür aus, Schulen ein eigenes Budget zu geben, aus dem sie flexibel etwa pensionierte Lehrer als Vertretung bezahlen könnten. „Man sollte zehn Millionen nicht in 200 konkrete Lehrerstellen übersetzen“, sagte der SPD-Politiker.

Unstrittig innerhalb der Koalition ist der Bedarf von 1000 festen neuen Lehrern zum nächsten Schuljahr: 600 werden gebraucht, weil ebenso viele in den Ruhestand wechseln. Weitere 400 sollen ausgleichen, dass mit den Gewerkschaften vereinbart wurde, die Wochenarbeitszeit der Lehrer künftig um eine Stunde zu verringern. Schon diesen Bedarf kann das Land nicht aus eigenen Kräften decken.