Bamf-Skandal

Behörde überprüft auch Außenstelle in Brandenburg

In Brandenburg liegt eine von zehn Filialen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, deren Anerkennungsquote deutlich vom Durchschnitt abweicht. Nun werden die Ursachen ermittelt.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Die Außenstelle des Bamf in Eisenhüttenstadt gehört zu denen, die überprüft werden.
Die Außenstelle des Bamf in Eisenhüttenstadt gehört zu denen, die überprüft werden. Patrick Pleul (Archivbild)
0
SMS
Potsdam/Schwerin.

Nach der Affäre um Asylbescheide überprüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) auch die Außenstelle im brandenburgischen Eisenhüttenstadt. Das sagte am Dienstag eine Bamf-Sprecherin in Nürnberg dem Nordkurier. Die mecklenburg-vorpommersche Außenstelle in Horst bei Schwerin ist nicht betroffen. Eisenhüttenstadt zählt damit zu den zehn Außenstellen, die über- oder unterdurchschnittlich oft Schutz gewährt haben. Die Schutzquoten der zehn Außenstellen weichen um zehn Prozent vom Durchschnitt ab.

Im Zentrum der Affäre steht die Bamf-Außenstelle in Bremen. Dort sollen zwischen 2013 und 2016 Mitarbeiter mindestens rund 1200 Menschen ohne ausreichende rechtliche Grundlage Asyl gewährt haben. Gegen die damalige Bremer Bamf-Chefin und weitere Verdächtige laufen Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und bandenmäßiger Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung.

Nach Angaben des Bamf sind die übrigen neun Außenstellen, die im Zuge des Skandals nun noch überprüft werden sollen: Diez, Bonn, Bingen, Schweinfurt, Dortmund, Rendsburg, Zirndorf, Neustadt (Hessen) Bad Berleburg (bereits aufgelöst).