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Bekannter von getötetem 59-Jährigen in Haft

Der Hauptverdächtige ist inzwischen hinter Schloss und Riegel.
Der Hauptverdächtige ist inzwischen hinter Schloss und Riegel.
Patrick Seeger

Vier Menschen feierten und tranken miteinander, dann gerieten sie in Streit. Am Ende kam ein Mann zu Tode, die Leiche wurde zerstückelt und verbrannt.

Nach dem Fund der zerstückelten und verbrannten Leiche eines 59-Jährigen in einem Kleingarten in der Gemeinde Schorfheide (Barnim) sitzt ein Bekannter des Opfers in Untersuchungshaft. Gegen den mutmaßlichen Täter, einen 44 Jahre alten Mann, ist Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Sören Schrade, am Freitag. Der Mann hatte sich selbst bei der Polizei gestellt. Einer Nachbarin soll er von seiner Tat berichtet haben, gegenüber den Ermittlern schweige er derzeit aber, hieß es.

Der Mann soll das Opfer am vergangenen Wochenende getötet haben. Die Leiche wurde zerstückelt und anschließend fast vollständig verbrannt. Eine 26-Jährige und ein 33-Jähriger, die am Tattag gemeinsam mit Opfer und Täter feierten, würden derzeit als Zeugen befragt, hieß es. Ob sie an der Tat beteiligt waren, müsse erst noch geklärt werden.

Tathergang und Motiv noch völlig unklar

Unklar sind bislang der Tathergang und das Motiv für das Tötungsdelikt. Die Frau habe sich nach Angaben des Staatsanwaltes aus bislang noch unbekannten Gründen über den 59-Jährigen geärgert. Im Streit habe sie den betrunkenen Mann in eine Grube gestoßen, hieß es. Der inzwischen in Untersuchungshaft sitzende Mann soll dann auf das Opfer mit einem etwa zehn Kilogramm schweren Tresor mehrmals heftig eingeschlagen haben. An den dadurch verursachten Kopfverletzungen soll der 59-Jährige gestorben sein.

Nach ersten Ermittlungen wurde der Tote über Nacht zunächst mit Zweigen abgedeckt. Am nächsten Morgen hörten Anwohner dann Motorsägen und sahen Qualm. Polizisten entdeckten Mitte der Woche in der Grube schließlich den fast völlig verbrannten Leichnam. Nur noch Knochenreste und Asche waren den Angaben nach vorhanden. Die Reste würden nun nach DNA-Spuren untersucht, um den Toten zweifelsfrei zu identifizieren, sagte Sprecher Schrade.