Zickzack-Markierung

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Berlins Gaga-Radweg wird beseitigt

Arbeiter beseitigen die Zickzack-Markierung eines Radweges in der Leo-Baeck-Straße im Bezirk Zehlendorf.
Arbeiter beseitigen die Zickzack-Markierung eines Radweges in der Leo-Baeck-Straße im Bezirk Zehlendorf.
Ralf Hirschberger

Street-Art, Alkohol-Teststrecke oder Touristenattraktion? Berlins Zickzack-Radweg sorgte für reichlich Spott. Nun wird er weggefräst. Immerhin: Die Kostenfrage ist geklärt.

Berlins berühmtester Radweg, der wegen seiner Zickzack-Markierung bundesweit Kopfschütteln ausgelöst hat, wird seit Dienstagvormittag weggefräst. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits bis Montag zum Beginn des neuen Schuljahres erledigt sein.

„Die Verzögerung lag an der zuständigen Firma”, sagte Petra Margraf vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf der dpa. Das Entfernen des Zickzack-Musters koste den Bezirk nichts, weil es nie in Auftrag gegeben worden sei. Wie lange die Arbeiten in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf jetzt dauern, war zunächst offen.

Der etwa 200 Meter lange Radweg in einer Seitenstraße im gutbürgerlichen Südwesten der Stadt hatte viel Spott ausgelöst: Die Markierungen waren in Höhe der Straßenbäume jeweils versetzt. Wer den Weg entlangradeln wollte, musste also im Zickzack fahren – nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Warum die Firma ihn so markierte, ist bis heute unklar. Eigentlich sollte nur eine verblichene gerade Linie als Orientierungshilfe für radelnde Schüler nachgezogen werden – ob dies nun nachgeholt wird, soll jetzt diskutiert werden.

Im Internet brachte es der Gaga-Radweg zu einiger Berühmtheit und beflügelte die Fantasie vieler Nutzer. Von Street-Art, Alkohol-Teststrecke oder einer neuen Touristenattraktion war die Rede. Andere fanden ihn schlicht „idiotisch”.