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Betrunkene Freizeitkapitäne halten Polizei in Atem

Auch auf dem Wasser muss manchmal gepustet werden.
Auch auf dem Wasser muss manchmal gepustet werden.
Jan Woitas

Der Frühling kam spät, die Saison für viele Skipper war kurz. Etliche fielen dennoch unangenehm auf. Ihnen könnte auch der Entzug des Autoführerscheins drohen.

Die Polizei hat in der vergangenen Saison deutlich mehr Freizeitskipper mit Alkohol am Steuer erwischt als 2012. Die Zahl stieg von 49 auf 75. In der Hälfte der Fälle erstattet die Polizei Anzeige wegen absoluter Fahruntüchtigkeit oder Verkehrsgefährdung. Den Bootsführern droht eine empfindliche Geldbuße oder ab 1,1  Promille auch ein Strafverfahren. „Bei einer Verurteilung kann dem Betroffenen neben dem Boots- auch der Autoführerschein entzogen werden“, sagte Jan Müller von der Wasserschutzpolizei.

Nach den abschließenden Zahlen hat die Wasserschutzpolizei von etwa Mai bis Ende Oktober rund 25 000 Sportboote kontrolliert. Dabei hatte sie in fast 5000 Fällen etwas zu beanstanden. Bei den Berufsschiffern gab es bei 1200 kontrollierten Schiffen in fast 400 Fällen Mängel. „Der Freizeitverkehr hat weiter zugenommen“, sagte Müller. Für die Polizei bedeutet dies mehr Arbeit. Bis Ende Oktober registrierten die Beamten 133 Zwischenfälle, an denen Sportboote beteiligt waren. 2012 waren es nur 119.

Für zunehmenden Ärger sorgten Jet-Skis. „Da ist eine gewisse Raser-Szene auf dem Wasser unterwegs“, schilderte Müller. In der vergangenen Saison seien 26 Verstöße von derartigen Fahrern festgestellt worden.