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Blindgänger im Potsdamer Regierungsviertel entdeckt

Auch die Potsdamer Staatskanzlei liegt im Sperrkreis, der von der Bombenentschärfung betroffen ist.
Auch die Potsdamer Staatskanzlei liegt im Sperrkreis, der von der Bombenentschärfung betroffen ist.
Ralf Hirschberger

Mitten in der Landeshauptstadt wurde eine Weltkriegsbombe gefunden. Zur Sicherheit müssen Teile der Stadt geräumt werden.

In der Nähe des alten Landtagsgebäudes in Potsdam ist eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger am Brauhausberg soll am Donnerstag entschärft werden. Dazu wird um 8 Uhr ein rund 700 Meter großer Sperrkreis um den Fundort gezogen.

Im Sperrbereich liegen unter anderem die Staatskanzlei und Institute des Wissenschaftsparks Albert Einstein. Betroffen sind 1700 Anwohner und mehr als 1500 Mitarbeiter. Es soll ein Ausweichquartier eingerichtet werden. Rund 200 Anwohner sind älter als 80 Jahre. Die Feuerwehr bietet diesen Menschen eine Transporthilfe an.

Auf der Bundesstraße 2 dürfen im Sperrgebiet keine Fahrzeuge fahren. Das Schwimmbad am Brauhausberg wird ebenfalls später öffnen. Auch eine Kindertagesstätte und ein Seniorenheim sind betroffen.

Die Fünf-Zentner-Bombe amerikanischer Herkunft war vergangene Woche bei einer von Anwohnern beantragten Erkundung gefunden worden. Nach Zählung der Stadtverwaltung ist es bereits der 152. Blindgänger, der seit 1990 in der Landeshauptstadt unschädlich gemacht werden muss. Vor ziemlich genau einem Jahr waren wegen einer Bombe auf dem Grund des Flüsschens Nuthe die Staatskanzlei und der Hauptbahnhof gesperrt worden.