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Mitschüler fassungslos über Mord an Teenagerin

Schüler auf ihren Fahrrädern stehen vor Blumen, Plüschtieren und Kerzen am Tatort.
Schüler auf ihren Fahrrädern stehen vor Blumen, Plüschtieren und Kerzen am Tatort.
Patrick Pleul

Nach der tödlichen Attacke auf eine 14-Jährige ermittelt die Mordkommission zu den Hintergründen. Einige Medien haben bereits eine Theorie.

Nach dem gewaltsamen Tod einer Jugendlichen aus Eichwalde ist an ihrer früheren Schule kaum an einen normalen Unterricht zu denken. „Die Situation ist unheimlich schwierig und bedrückend“, berichtete die Leiterin der Oberschule Wildau (Dahme-Spreewald), Undine Schellschmidt. Die Schüler würden weiter schulpsychologisch betreut. Es werde auch über eine Gedenkveranstaltung für das Opfer nachgedacht.

Die 14-Jährige war am Montag in Eichwalde erstochen worden. Der mutmaßliche Täter schweigt laut Staatsanwaltschaft Cottbus weiter zu den Vorwürfen. Das Mädchen und der 20-Jährige hatten sich über das Internet kennengelernt.

Heimlich bei einer Freundin gechattet

Nach Medienberichten waren die Eltern der Jugendlichen alarmiert und versuchten den Kontakt zu unterbinden – vergeblich. Die Neuntklässlerin soll heimlich bei einer Freundin weiter mit dem jungen Mann aus Lohmar im Süden Nordrhein-Westfalens im Internet gechattet haben. Der 20-Jährige soll ein Manga-Fan sein und die Jugendliche auch wegen ihrer äußerlichen Ähnlichkeit zu den japanischen Comicfiguren verehrt haben. Weil das Mädchen nichts mehr von ihm wissen wollte, soll sich der mutmaßliche Mörder entschlossen haben, es zu töten.

Der Mann war kurz nach der Attacke festgenommen worden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird auch gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, weil er einen Mitschüler des Mädchens verletzt haben soll, der die 14-jährige schützen wollte.

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