NACH DEN FERIEN

Brandenburg führt Testpflicht für alle Grundschüler im Land ein

Zwei Mal pro Woche sollen sich Grundschüler in Brandenburg künftig auf das Coronavirus testen lassen. Oberschüler und Gymnasiasten müssen dafür wieder in den Distanzunterricht.
Nach den Osterferien dürfen Sie hier nur mit negativem Corona-Test sitzen: Schüler einer 4. Klasse an der Grundschul
Nach den Osterferien dürfen Sie hier nur mit negativem Corona-Test sitzen: Schüler einer 4. Klasse an der Grundschule „Am Mühlenfließ” in Frankfurt (Oder). Patrick Pleul
Potsdam ·

Brandenburger Oberschüler und Gymnasiasten werden nach den Osterferien zunächst wieder im Distanzunterricht beschult. Der Unterricht an den Grundschulen findet dagegen auch weiterhin im Wechselunterricht, aber ohne Präsenzpflicht statt. Das beschloss das Potsdamer Kabinett am Dienstag.

„Wir haben uns entschieden, die Notbremse in Brandenburg weiter anzuziehen“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). „Es tut mir für die betroffenen Schülerinnen und Schüler wahnsinnig leid – es ist aber gut, dass wir jetzt noch alle Dinge tun, die uns helfen, die Infektionsdynamik ein Stück einzubremsen.“ Wie in den vergangenen Wochen auch sind die Abschlussklassen, die Förderschulen und die Auszubildenden im letzten Lehrjahr nicht von der Regelung betroffen.

Grundschüler müssen sich zwei Mal pro Woche testen lassen

Neu eingeführt wird auch eine Testpflicht: An den Grundschulen sollen die Schüler ab dem 19. April zwei Mal pro Woche verpflichtend von ihren Eltern getestet werden. Schüler ohne negativen Test dürfen dann das Schulgelände nicht mehr betreten. Praktisch heißt das, dass sich die Eltern in den Schulen die nötigen Tests abholen müssen oder den Schulen schriftlich erlauben ihren Kindern gestatten müssen, die Testkits mit nach Hause zu nehmen.

Wenn ein Test positiv ist, müssen die Eltern das den Schulen und den Gesundheitsämtern melden. Dass ein Test negativ ausgefallen ist, müssen die Eltern schriftlich der Schule bestätigen. „Kinder, die nicht zwei Mal pro Woche eine solche Bestätigung mitbringen, müssen dem Distanzunterricht folgen und dürfen nicht in die Schulen“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).

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Abitur soll planmäßig stattfinden

Planmäßig stattfinden sollen dagegen die anstehenden Prüfungen zum Abitur und zum mittleren Schulabschluss. „Ich kann auch im Namen der Kultusministerkonferenz ganz deutlich sagen, dass wir das Abitur und den MSA durchführen werden“, sagte Ernst. Die Schüler sollten sich nicht verunsichern lassen: Sie seien durch ihren Fließ und das, was die Schule leistet, gut vorbereitet. Den Lehrern an den weiterführenden Schulen soll Ernst, noch im April ein Impfangebot gemacht werden. Dies könne sich aber auch noch in den Mai hinziehen.

13 Prozent der Brandenburger mit Erstimpfung

Positiv äußerte sich Woidke zum Fortgang des Impfens im Land: Mittlerweile hätten mehr als 13 Prozent der Brandenburger eine Erstimpfung erhalten. Er hoffe, so Woidke, dass in den nächsten vier bis sechs Wochen 30 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten. „Das ist aber nicht nur von der Impflogistik abhängig, sondern auch von der Lieferung von Impfstoff.“

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher machte dagegen deutlich, dass sich die Krankenhäuser in einigen Landesteilen bereits wieder der Überlastung näherten. In der Lausitz seien in manchen Kliniken bereits 30 Prozent der Intensivpatienten wieder Corona-Patienten, vor allem das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum und das Naemi-Wilke-Stift in Guben seien bereits wieder stark belastet.

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Kommentare (1)

was sich diese Leute erlauben.
Ich unterstelle mal, daß dies ein Wirtschaftsförderprogramm für Testhersteller ist, weiter für Labore und dem ganzen Rattenschwanz.