AUSGERECHNET EIN SPD-LAND

Brandenburg hat sich nie um Batterie-Forschung beworben

SPD-Politiker in Ostdeutschland schäumen darüber, dass der Osten bei den neuen Standorten für Batterie-Forschung nicht berücksichtigt wurden. In Brandenburg ist das Problem aber hausgemacht.
Benjamin Lassiwe Benjamin Lassiwe
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD).
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD). Ralf Hirschberger
Potsdam.

Nach der Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU), die Forschung an Batteriezellen nach Münster zu geben, hat Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) eingeräumt, dass sich das Land Brandenburg nie um einen Standort für Batterieforschung beworben hat: „Um so einen Zuschlag zu bekommen, muss man eine stabile Forschungslage in diesem Bereich haben – und die haben wir nicht“, sagte Münch am Mittwoch vor Journalisten in Potsdam.

 

 

 

„Wir haben keinen Forschungsstandort, der in diesem Bereich forscht.“ Allerdings sei sie enttäuscht darüber, dass das geplante Forschungsinstitut in Münster angesiedelt weden soll. „Der Bund hat schließlich immer gesagt, man wolle die Batterizellforschung gezielt in die neuen Länder geben.“ Sie hoffe aber, dass nun wenigstens die Produktion in Schwarzheide oder an anderen Orten in der Lausitz stattfinden könne.

Dass Bundes-Wissenschaftsministerin Anja Karliczek (CDU) die Standorte ausschließlich nach Westdeutschland – unter anderem in ihren Wahlkreis – vergeben hatte, hatte unter Ost-Politikern für massiven Protest gesorgt. Erst am Mittwoch wies der ostpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Frank Junge, darauf hin, dass die Standorte auch in Großröhrsdorf bei Dresden oder Schwarzheide in Brandenburg hätten liegen können.

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