Unbewohnte Campingfahrzeuge stehen auf dem Campingplatz am Havelkanal. Das Brandenburger Kabinett hat über Lockerungen de
Unbewohnte Campingfahrzeuge stehen auf dem Campingplatz am Havelkanal. Das Brandenburger Kabinett hat über Lockerungen der Corona-Bestimmungen beraten. Soeren Stache
Corona-Regeln

Brandenburg stellt Pfingsten kräftige Lockerungen in Aussicht

Übernachtung in Ferienwohnungen, Camping, Außengastronomie: All das und noch mehr soll ab Pfingsten in Brandenburg möglich sein. Es gelten dafür aber Regeln und eine Voraussetzung muss zwingend erfüllt sein.
Potsdam

Ab dem 21. Mai dürfen in Brandenburg Gaststätten wieder ihre Terrassen und Biergärten betreiben. Zudem dürfen Ferienhäuser und Ferienwohnungen an Urlauber vermietet werden. Und Schiffsausflüge oder Stadtrundfahrten können stattfinden, sofern Sitzplätze unter freiem Himmel angeboten werden.

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Das sind die wichtigsten Neuerungen der neuen Brandenburger Eindämmungsverordnung, die Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Innenminister Michael Stübgen (CDU) und Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft (Grüne) am Dienstag in Potsdam vorstellten. Dabei gilt generell ein negativer Coronatest oder ein vollständiger Impfstatus als Voraussetzung. Für den Besuch einer Gaststätte ist eine vorherige Reservierung erforderlich. An einem Tisch dürfen dann aber nur Gäste aus zwei Haushalten möglich.

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Lockerungen im Kultur-Bereich

Weitere Lockerungen gibt es auch im Bereich Kultur. So sollen Außenveranstaltungen mit mehr als 100 Menschen möglich sein. „Damit gibt es Planungssicherheit für Pfingsten“, sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD). „In einem weiteren Schritt bereiten wir im Kulturministerium mehrere Modellprojekte in Theatersälen, Konzerthallen und auf Soziokultur-Bühnen vor.“

Es sei wichtig, dass diese regional ausgewogen über das Land verteilt sind. „Eins ist dabei klar: Öffnung first, Modellprojekte second“, sagte Schüle. „Wenn die Lage eine frühere umfassende Öffnung von Theatern, Konzerthäusern und Soziokulturzentren zulässt, werden wir natürlich aufmachen.“

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7-Tages-Inzidenz entscheidend

Grundvoraussetzung für alle Lockerungen ist allerdings die Infektionslage in den Landkreisen: Sie gelten nur dort, wo die 7-Tages-Inzidenz seit mindestens 5 Tagen unter 100 lag. In Kreisen mit einem Wert über 100 gilt weiterhin der Lockdown des Bundesinfektionsschutzgesetzes. „Oberhalb der 100 gibt es weder mit Modellprojekten noch mit anderen Öffnungsschritten einen Spielraum des Landes“, sagte Woidke.

„Hier sind wir gezwungen, weiter sorgfältig alles dafür zu tun, dass die Infektionszahlen weiter sinken.“ Und das ist im Moment in der Uckermark der Fall, die Sieben-Tages-Inzidenz liegt augenblicklich bei 105,1.

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„Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei.“

In Kreisen, die nicht mehr der Bundesnotbremse unterliegen, entfällt dagegen auch die nächtliche Ausgangssperre. Zudem können sich dort zwei Haushalte privat treffen, wobei es ab dem 21. Mai keine Rolle mehr, wie viele Mitglieder die Haushalte haben. „Vollständig geimpfte und Genesene zählen dabei auch nicht mit“, sagte Ranft.

Der Gesundheitsstaatssekretär, der die erkrankte Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) vertrat, forderte dennoch dazu auf, weiter vorsichtig zu sein. „Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei.“ Abstand, Hygiene und Masken bleiben wichtig. Zudem sollten alle Brandenburger die überall im Land vorhandenen, kostenfreien Bürgertests nutzen. „Das schafft Sicherheit“, sagte Ranft.

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