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Brandenburg wird zum Hightech-Standort

Damit der Unternehmer-Traum kein Strohfeuer bleibt, gibt es professionelle Hilfe in Form von Gründerseminaren.
Damit der Unternehmer-Traum kein Strohfeuer bleibt, gibt es professionelle Hilfe in Form von Gründerseminaren.
Sebastian Kahnert

Existenzgründer haben in der Mark besonders im Bereich Technologie gute Perspektiven. In einem anderen Bereich entwickelt sich die Situation dagegen nicht so gut.

Brandenburg bietet kreativen Köpfen speziell im Technologiesektor viele Möglichkeiten für eine eigene Existenz. Trotz rückläufiger Gewerbeanmeldungen entwickele sich Brandenburg gemeinsam mit Berlin zu einem beliebten Standort für IT- und Technologieunternehmen, sagte der Sprecher der brandenburgischen Investitionsbank (ILB), Matthias Haensch. „Die Mark bietet besonders Existenzgründern in diesen Bereichen ideale Bedingungen für eine Unternehmensansiedlung.“

Im Vorjahr wurden in Brandenburg laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 18 260 Gewerbe angemeldet – 2261 Anmeldungen weniger als 2011. Der Rückgang lässt sich laut des ILB-Sprechers unter anderem mit der guten Arbeitsmarktsituation erklären. „Es werden weniger Existenzen aus der Not der Arbeitslosigkeit heraus gegründet.“

Die ILB organisiert mit der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg und der Investitionsbank Berlin den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW). Er ist bundesweit die größte Gründerinitiative. Circa ein Viertel der eingereichten Konzepte stammten aus dem IT- und Technologiebereich – laut Haensch ein wachsender Trend. Als Kooperationspartner des Businessplan-Wettbewerbs beobachtet auch die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) diesen Trend. Nach Ansicht des ZAB-Sprechers Alexander Gallrein hinkt der Osten und besonders Brandenburg bei der Innovation und Wertschöpfung in diesen Bereichen nicht länger hinterher. Besonders der Aufwuchs junger Startup-Unternehmen gewinne an Bedeutung.

Im märkischen Handwerk sieht die Situation weniger erfreulich aus. 2700 Unternehmensneueintragungen standen im Vorjahr 2900 Löschungen gegenüber. Besonders Fliesen-, Platten- und Mosaikleger hätten sich ohne die oftmals notwendige Qualifikation selbstständig gemacht und seien gescheitert. Dennoch spiele das Handwerk in der Mark eine wichtige Rolle.