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Brandenburger sind unglücklich

Ob die Brandenburger besonders abergläubisch sind, wurde in der Studie nicht untersucht. Zu den unglücklicheren Zeitgenossen in Deutschlands zählen sie einer Studie zufolge aber schon.
Ob die Brandenburger besonders abergläubisch sind, wurde in der Studie nicht untersucht. Zu den unglücklicheren Zeitgenossen in Deutschlands zählen sie einer Studie zufolge aber schon.
Victoria Bonn-Meuser

Im Atlas der Glücks kommt Brandenburg ganz schlecht weg. Das war schon mal ein wenig anders. Für die derzeitige Unzufriedenheit im Land gibt es Gründe.

Die Brandenburger sind mit ihrem Leben unzufriedener als andere Menschen in Deutschland. Während das allgemeine Glücksniveau bundesweit bei 7 von 10 Punkten liegt, erreicht Brandenburg mit 6,5 Punkten nur den letzten Platz unter 19 Regionen. Das geht aus dem repräsentativen Glücksatlas 2013 hervor, den die Deutsche Post vorstellte. In den Vorjahren hatte Brandenburg noch einen 18. und einen 17. Platz erreicht. Dieser positive Trend sei nun gebrochen, heißt es.

Eine geringe Arbeitslosigkeit, die Höhe des Einkommens und die Gesundheit gelten als entscheidende Faktoren für das Glücksgefühl. Und: Frauen sind zufriedener als Männer, Jüngere zufriedener als Ältere.

Die Brandenburger schätzen viele Lebensbereiche negativer ein als der Durchschnittsdeutsche. Sie sind sowohl mit dem Leben allgemein, mit Wohnung und Freizeit, Arbeit als auch Gesundheit und Einkommen unzufriedener als der Durchschnittsdeutsche. Das geringe Zufriedenheitsgefühl hat den Autoren der Studie zufolge auch wirtschaftliche Gründe.

Brandenburg hat mit 10,2 Prozent deutlich mehr Arbeitslose als der Rest der Republik (6,8 Prozent). Die verfügbaren Einkommen lagen 2011 mit rund 17 300 Euro pro Kopf deutlich unter dem bundesweiten Schnitt von rund 19 900 Euro. Außerdem sei Brandenburg besonders von der Alterung der Bevölkerung betroffen.