Die von Eberswalde nach Templin führende, und auf ihrem Abschnitt von Joachimstal nach Templin akut stilllegungsbedrohte
Die von Eberswalde nach Templin führende, und auf ihrem Abschnitt von Joachimstal nach Templin akut stilllegungsbedrohte Regionalbahnlinie 63 erhält prominente Unterstützung. Sigrid Werner/Archiv
Brief an Verkehrsminister

Uckermarks Bundestagsabgeordnete kämpfen für die RB 63

Mit einem Brief an Brandenburgs Verkehrsminister setzen sich nun auch Bundestagsabgeordnete aus der Uckermark für die Regionalbahn 63 ein – auch als Teil der Daseinsvorsorge.
Eberswalde

Die von Eberswalde nach Templin führende, und auf ihrem Abschnitt von Joachimstal nach Templin akut stilllegungsbedrohte Regionalbahnlinie 63 erhält prominente Unterstützung: Nach dem einstimmigen Beschluss im Uckermärker Kreistag fordern nun auch die Uckermärker Bundestagsabgeordneten Michael Kellner (Grüne) und Stefan Zierke (SPD) sowie der für die Uckermark zuständige Eberswalder Abgeordnete Friedhelm Boginski (FDP) in einem gemeinsamen Brief an Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) den Erhalt der Bahnlinie.

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In dem Schreiben, das dem Nordkurier vorliegt, zeigen sie sich „zutiefst betrübt“ darüber, dass der Betrieb der Bahnlinie nicht über 2022 hinaus verlängert werden soll. „Gerade für die Verkehrswende im ländlichen Raum, wo um jede Verkehrsanbindung gerungen wird, um den Menschen vor Ort einen Zugang zu Mobilität zu gewährleisten, wäre dies ein falsches Signal“, schreiben die Abgeordneten. „Mit der Existenz eines Grund-Angebots als Teil der Daseinsvorsorge zeigt sich nicht nur die ökologische, sondern auch die soziale Wirkung der Verkehrswende.“

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Die Abgeordneten erinnern daran, dass das bestehende Fahrgastpotential aus verschiedenen Gründen nicht ausgeschöpft werden konnte. „Corona, Parallelverkehr mit Bussen, lange Standzeit in Joachimsthal, ungünstige Taktung in Eberswalde, ein fehlender Kreuzungsbahnhof etwa in Friedrichswalde, Langsamfahrstrecken, fehlende Radwege als Zubringer – die Liste der Hemmnisse für einen erfolgreichen Probebetrieb ist lang“, heißt es in dem Schreiben.

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Die Abgeordneten fordern Beermann auf, deswegen in die Strecke zu investieren. „Doch diese Investitionen erscheinen uns langfristig sinnvoll“, heißt es in dem Schreiben. „Sie wären auch ein Zeichen, dass das Land bei der Schiene nicht den Norden von Brandenburg vergisst.“

Die Strecke zwischen Eberswalde und Joachimsthal und Templin sei im letzten Entwurf des Deutschlandtaktes vermerkt und habe auch beim Reaktivierungsgutachten der Landesregierung gut abgeschnitten. „Jetzt gilt es, die verkehrspolitischen Versprechen einzuhalten und mit Blick auf die Erfordernisse in den Bereichen Klimaschutz, Sicherheit/Energie und Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum den Betrieb der RB63 zu verstetigen, anstatt ihn zum Erliegen zu bringen“, heißt es in dem Schreiben. „Wo eine fahrtüchtige Schiene liegt, sollte auch ein Zug fahren.“

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Am Donnerstag hatte der Verkehrsausschuss des Brandenburger Landtags unter anderem über den neuen Landesnahverkehrsplan debattiert. Dabei forderte Beermann eine deutliche Erhöhung der vom Bund zur Verfügung gestellten Regionalisierungsmittel, um den Schienenverkehr in Brandenburg weiter ausbauen zu können.

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