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China-Exporte kurbeln Wirtschaft an

Technologie, unter anderem aus der Uckermark, ist in Asien beliebt. Die Partnerschaft mit einer chinesischen Provinz soll nun ausgebaut werden. Davon sollen aber nicht nur Firmen profitieren.

Für die Einweihung des Prenzlauer Hybrid-Kraftwerks kam sogar ein Kamerateam aus Asien in die Uckermark.
Carsten Korfmacher Für die Einweihung des Prenzlauer Hybrid-Kraftwerks kam sogar ein Kamerateam aus Asien in die Uckermark.

Brandenburg sieht große Chancen in der wirtschaftlichen wie wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit China. Während seiner Reise seien Weichen für die Zukunft gestellt worden, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch. „Brandenburg mit seinen Spitzentechnologien und Forschungskapazitäten wird als lukrativer Partner wahrgenommen.“ Anlass war die Unterzeichnung einer Partnerschaftserklärung mit der Provinz Hebei in deren Hauptstadt Shijiazuhuang. Sie sieht neben dem Kooperationsausbau in Handel und Forschung den kulturellen Austausch und Schulpartnerschaften vor. Brandenburg und Hebei kooperieren seit Längerem in der Wasserwirtschaft.

Prenzlauer Anlage dient als Vorbild

China entwickele sich für brandenburgische Betriebe zu einem immer wichtigeren Markt und wachse weiter, so der Leiter der begleitenden Unternehmerdelegation, Hendrik Fischer. Es gebe eine Grundlage, um für einheimische Firmen Exportmöglichkeiten zu erschließen. Dazu trügen bestehende wie neu geknüpfte Kontakte bei.

Aus der Mark soll ein Vier-Megawatt-Hybridkraftwerk kommen, das die Nutzung von Wind und Wasserstoff kombiniert. Nach dem Vorbild einer kleineren Anlage in Prenzlau wird es den Angaben zufolge „grünen Wasserstoff“ unter anderem für die Industrie produzieren. Das von dem Wildauer Unternehmen McPhy Energy gelieferte Kraftwerk soll als erstes seiner Art in China 2017 in Betrieb gehen. Auf einer Kooperationsbörse in der Provinzhauptstadt präsentierten sich rund 150  märkische Firmen.