POLITISCH MOTIVIERTE KRIMINALITÄT

Cottbus und die Uckermark sind rechtsextreme Hochburgen

Die meisten rechtsmotivierten Gewaltdelikte in Brandenburg fanden 2018 in zwei Regionen statt. Die Polizei kündigt an, genauer hinzuschauen.
Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke (Archiv)
Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke (Archiv) Ralf Hirschberger
Potsdam.

Rund ein Drittel aller fremdenfeindlichen Gewalttaten, die es im Jahr 2018 in Brandenburg gab, fand in Cottbus und im Spree-Neiße-Kreis statt. Das geht aus der Statistik über die politisch motivierte Kriminalität in Brandenburg hervor, die Innenminister Karl-Heinz Schröter und Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Montag in Potsdam vorstellten.

Von 123 rechtsmotivierten Gewaltdelikten fanden 29 in Cottbus und Spree-Neiße und 22 in der Uckermark statt. Die übrigen Landkreise bewegten sich zumeist im einstelligen Bereich. „Treiber dieser Zahlen sind insbesondere die Uckermark und der Raum Cottbus/Spree-Neiße“, sagte Polizeipräsident Mörke. „Gerade dort muss es zukünftig noch viel stärker gelingen, mit gesamtgesellschaftlichen Engagement sowie starkem präventivpolizeilichem und repressiven Vorgehen dem Treiben von Extremisten ein Einhalt zu gebieten.“

Insgesamt ist die politisch motivierte Kriminalität in Brandenburg im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent gesunken, die rechtsmotivierte Kriminalität stieg allerdings um fünf Prozent an.

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