MIGRATIONSPOLITIK

Deutlich weniger gescheiterte Abschiebungen in Brandenburg

Im Jahr 2020 glückten dem Land Brandenburg deutlich mehr Abschiebungen als im Jahr zuvor. Auch für das aktuelle Jahr liegen bereits Zahlen vor.
dpa
Im Jahr 2020 scheiterten weniger Abschiebungen als im Jahr zuvor.
Im Jahr 2020 scheiterten weniger Abschiebungen als im Jahr zuvor. Michael Kappeler
Potsdam ·

Aus Brandenburg sind 2020 deutlich weniger Abschiebungen von ausreisepflichtigen Ausländern gescheitert als im Jahr zuvor. Im vergangenen Jahr konnten 401 angeordnete Abschiebungen nicht vollzogen werden, wie das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion mitteilte. Das waren 205 Fälle weniger als im Jahr 2019.

2021 bereits 142 Abschiebungsversuche gescheitert

In diesem Jahr sind bis Ende Mai bereits 142 Abschiebungsversuche gescheitert. Der überwiegende Anteil der ausreisepflichtigen Männer und Frauen kam nach Angaben des Ministeriums aus der Russischen Föderation, Pakistan, Kamerun, Kenia, Albanien, Georgien, Iran, Irak, Serbien und Armenien.

Nach früheren Angaben des Ministeriums waren im Jahr 2020 aus Brandenburg 239 Ausländer abgeschoben worden. Darunter befanden sich 79 Männer und Frauen, die nach dem sogenannten Dublin-Abkommen an jene EU-Länder überstellt wurden, in denen sie nach ihrer Flucht aus den Heimatländern Asyl beantragt hatten.

Gefährder im niedrigen einstelligen Bereich

Den Behörden liegt nach eigenen Angaben keine Erhebung darüber vor, wie viele Flüchtlinge im vergangenen Jahr ausreisepflichtig waren, weil ihre Asylanträge abgelehnt worden waren. Auch gebe es keine Angaben über jene Ausländer, die wegen einer Straftat das Land verlassen sollten. Die Zahl der sogenannten Gefährder aus dem islamistischen Spektrum habe im „niedrigen einstelligen Bereich” gelegen.

Als Gründe, weshalb Abschiebungen durch die Zentrale Ausländerbehörde nicht vollzogen werden konnten, nannte das Ministerium unter anderem Stornierungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Bundespolizei, Ärzte oder durch die Fluggesellschaften, die Ausländer ausfliegen sollten. Vereinzelt seien Ausreisepflichtige vor ihrer Abschiebung geflüchtet. In sechs Fällen hätten Kirchen den ausreisepflichtigen Ausländern Asyl gewährt.

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Kommentare (7)

Evtl sollte man ein zentrales Aufnahmelager in der Uckermark errichten?

Sie meinen wir sollten diese Menschen also konzentriert unterbringen?

Ihren Esel lenken wollen, ist wieder nur allzu offensichtlich.
Sie sollten sich einer ruhigen Sachlichkeit befleißigen und Ihre ideologischen Faltenwürfe glattziehen.

Hat das etwas mit Glück zu tun? Ist das hier die Migrationslotterie?

zu viele Gewinner

das Abschiebungen unter die Rubrik "Glücksspiel" fallen.
Eigentlich sollte doch gelten: Wenn kein Bleiberecht aus einem der gesetzlich fixierten Gründe festgestellt wird, muss ausgereist werden - Punkt.
Die leider auf der Tagesordnung befindlichen Eiertänze sind völlig überflüssig und führen auf allen Seiten nur zu Irritation und Frust.
Und daraus nährt sich dann leider oft Gewalt.

diesen Angaben???? Sind ja Sommerferien und was sagt uns das? Taschen zu halten und eigene Meinung haben.