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Dickste Bombe gesprengt – und die Suche geht weiter

In diesem Fall ist sogar die Bombe heil geblieben, denn Sprengmeister Mike Schwitzke konnte das 100 Kilogramm schwere Exemplar entschärfen.
In diesem Fall ist sogar die Bombe heil geblieben, denn Sprengmeister Mike Schwitzke konnte das 100 Kilogramm schwere Exemplar entschärfen.
Oliver Mehlis

Bombenfunde sind in der Landeshauptstadt nicht ungewöhnlich. Ein 500-Kilogramm-Exemplar, das in die Luft gejagt wird, ist aber bislang einzigartig.

Bombenfunde haben in Potsdam erneut zu Behinderungen geführt. Erstmals wurde ein 500 Kilogramm schwerer Sprengkörper gesprengt. Auch eine 250 Kilogramm schweres Exemplar machte Sprengmeister Mike Schwitzke im Wildpark unschädlich. Beide Weltkriegsbomben waren deutscher Herkunft und hatten einen russischen Sprengkopf. Zuvor hatte Schwitzke eine 100 Kilogramm schwere russische Weltkriegsbombe entschärft. Kurz nach 11.20 Uhr wurde der Sperrkreis von 1,2 Kilometer wieder aufgehoben.

Etwa 300 Menschen hatten zuvor ihre Häuser verlassen müssen. Die Züge der RB22 wurden umgeleitet.

Die Sprengung von Bomben hat in diesem Monat bereits mehrfach Behinderungen nach sich gezogen. Nach Angaben der Stadt handelte es sich bei den drei Bomben seit 1990 um die Nummern 144 bis 146.

250-Kilo-Weltkriegsbomben wurden in der Vergangenheit häufiger gefunden. Allein in diesem Jahr war es nach Angaben der Stadt die sechste. Seltener ist der dagegen Fund eines 500 Kilogramm schweren Exemplars. Nach Angaben des Stadtsprechers ist es seit 1990 der achte derartige Fund. Erstmals wurde nun ein solcher Blindgänger gesprengt.

Der Potsdamer Wildpark war in den vergangenen Monaten gezielt abgesucht worden. Die Arbeiten auf dem etwa 40 Hektar großem Gelände sind laut Stadtverwaltung vorerst beendet. Entlang der Nuthe soll die Suche nach Weltkriegsbomben fortgesetzt werden.