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Durchsuchungen bei insolventem Onlinehändler

Es geht weiter abwärts für das Internet-Unternehmen.
Es geht weiter abwärts für das Internet-Unternehmen.
Patrick Pleul

Der insolvente Onlinehändler getgoods.de ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Ein amerikanisches Unternehmen hatte Anzeige gestellt.

Das Firmengelände sowie die Wohnungen der beiden Geschäftsführer der getgoods.de AG und deren Vertriebstochter wurden durchsucht. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Unterschlagung und wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Aktienrecht, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das US-amerikanische Unternehmen Brightstar habe Anzeige gestellt, weil die Brandenburger Firma 192 000 Handys verkauft haben soll, die eigentlich den Amerikanern gehörten. Bei der Durchsuchung wurden Laptops und Festplatten beschlagnahmt. Die Auswertung der Beweismittel könnte zwei Monate dauern, sagte der Sprecher.

Die getgoods.de AG und ihre Vertriebstochter hatten zuvor einen Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Wienberg will die Firma nach Möglichkeit fortführen und sanieren.