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Einer der Leiter der Zentralen Erstaufnahme tritt zurück

Eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat einen Medienbericht bestätigt.
Eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat einen Medienbericht bestätigt.
Tim Brakemeier

Der Leiter reagiert offenbar auf Vorwürfe, nach denen ein Dolmetscher in der Erstaufnahmeeinrichtung Mitarbeiterinnnen sexuell belästigt haben soll. Das DRK setzt ein Krisenteam ein.

Nach Vorwürfen gegen einen Dolmetscher von Brandenburgs Zentraler Erstaufnahme wegen sexueller Belästigung ist einer der beiden Leiter der Einrichtung zurückgetreten. Der Rückzug gelte mit sofortiger Wirkung, erläuterte eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Brandenburg am Montag und bestätigte einen rbb-Bericht. Zu einem möglichen Zusammenhang zwischen den mutmaßlichen Vorfällen und dem Rücktritt äußerte sich das DRK nicht. „Der DRK-Landesverband setzt ein Krisenteam ein“, kündigte die Sprecherin an.

Der Landesverband betreibt die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt, Träger ist das Land. In der vergangenen Woche hatte eine Mitarbeiterin die Heimbetreiber anonym beschuldigt, sexuelle Belästigungen durch einen Dolmetscher vertuschen zu wollen.

Der inzwischen suspendierte Mann soll Mitarbeiterinnen in der Flüchtlingsbetreuung mit anzüglichen Bemerkungen belästigt und unsittlich berührt haben. „Es gibt weder einen Anlass, noch besteht ein Interesse, Vorgänge zu vertuschen“, hatte DRK-Präsident Frank Hülsenbeck am Freitag zu den Vorwürfen gesagt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Dolmetscher.