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Einige feiern Weihnachten erst jetzt

Außerhalb ihrer neuen Kirche feiern Mönche und Novizen in Götschendorf.
Außerhalb ihrer neuen Kirche feiern Mönche und Novizen in Götschendorf.
Patrick Pleul

In der orthodoxen Kirche gehen die Uhren etwas langsamer. Das gilt nicht nur für Feiertage, sondern auch für den Bau des Gotteshauses.

Eigentlich wollten die Mönche und Novizen des Klosters St. Georg in Götschendorf Weihnachten in ihrer neuen Kirche feiern. Doch die ist noch nicht fertig. "Es geht alles sehr, sehr langsam", sagte Abt Daniil Irbits. Viele Sponsoren kämen aus Russland. "Wegen der Finanzkrise können sie derzeit nicht helfen." Der Grundstein für die russisch-orthodoxe Kirche war Ende 2011 gelegt worden. Damals war eine Bauzeit von zehn Monaten veranschlagt worden.

Der Abt hofft, dass die Kirche 2015 fertig wird. Rund drei Millionen Euro wurden bisher investiert. Firmen aus der Region bauten hier. Jetzt geht es um den Innenausbau. "Weihnachten feiern wir in der Hauskapelle", so der Abt. Das orthodoxe Weihnachtsfest fällt auf die Nacht zum 7. Januar. Die Kirche richtet sich nach dem Julianischen Kalender, der dem in Westeuropa gebräuchlichen Gregorianischen Kalender um 13  Tage hinterherhinkt. "Besucher sind herzlich willkommen", betonte der Abt.