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Eintritt für Besucher von Sanssouci nicht vom Tisch

Bislang dürfen die Brandenburger und ihre Gäste gratis in den Park von Schloss Sanssouci. Wie lange noch?
Bislang dürfen die Brandenburger und ihre Gäste gratis in den Park von Schloss Sanssouci. Wie lange noch?
Bernd Settnik

Die Pflege des Potsdamer Schlossparks kostet sehr viel Geld. Nun soll noch mal verhandelt werden.

Im Streit um einen Parkeintritt für Schloss Sanssouci ist keine Lösung in Sicht. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) will nun nicht mehr über eine Aufhebung des Vertrags verhandeln, der eine Zahlung der Stadt in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro für die Parkpflege vorsieht. Im Gegenzug will die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten auf ein Eintrittsgeld von zwei Euro verzichten.

Jakobs hatte die Vertrags-Aufhebung angeregt, nachdem das Stadtparlament die Erhebung einer Tourismusabgabe oder einer Bettensteuer zur Gegenfinanzierung der Zahlungen abgelehnt hatte. „Die Stiftung hat signalisiert, dass sie nicht an eine Auflösung des Vertrags denkt“, sagte Stadtsprecher Stefan Schulz. Da die Stadt somit in den kommenden fünf Jahren jeweils eine Million Euro zahlen muss, muss wohl an anderer Stelle, etwa bei Kultur oder Sport, gespart werden.

Die FDP im Potsdamer Stadtparlament will Jakobs jedoch zu Gesprächen mit der Stiftung zwingen. „Wir werden einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag einbringen“, kündigte Fraktionschef Johannes von der Osten-Sacken an. Für die Finanzierung der Parkpflege sei ein Eintrittsgeld die beste Lösung. Auch die Potsdamer CDU will Verhandlungen. Ein Sprecher der Stiftung erklärte, bislang habe Jakobs nur inoffiziell mit Generaldirektor Hartmut Dorgerloh gesprochen. Die Stiftung sei aber verhandlungsbereit.