Ministerium reagiert

:

Eltern wollen keine Ausländer in Krankenzimmer ihres Kindes

Nach einem rassistischen Vorfall in einer Brandenburger Kinderklinik hat das Gesundheitsministerium den Ärzten Rückendeckung gegeben.
Nach einem rassistischen Vorfall in einer Brandenburger Kinderklinik hat das Gesundheitsministerium den Ärzten Rückendeckung gegeben.
Daniel Bockwoldt

Die Eltern eines Kindes wollten nicht, dass ein ausländisches Kind in das gleiche Zimmer eines Krankenhauses liegt wie ihr Kind. Jetzt reagierte das Ministerium.

Nach einem rassistischen Vorfall in einer Brandenburger Kinderklinik hat das Gesundheitsministerium den Ärzten Rückendeckung gegeben. „Jeder Mensch hat das Recht auf ärztliche Versorgung”, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Das Krankenhaus habe vorbildlich und richtig gehandelt. Jede Form von Rassismus müsse zu jeder Zeit und an jedem Ort entschlossen bekämpft werden. Das Ministerium ging aber nicht auf Einzelheiten ein.

Eltern drohten, Krankenhaus zu verlassen

Ein Elternpaar im Kinderklinikum der Stadt Brandenburg (Havel) soll nach einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" wegen einer ausländerfeindlichen Forderung mit dem Chefarzt in Konflikt geraten sein.

Dabei sollen die Eltern gedroht haben, das Krankenhaus zu verlassen, wenn ein ausländisches Kind zu ihrem eigenen Kind in dasselbe Zimmer gelegt werde. Der Chefarzt habe daraufhin deutlich gemacht, dass Rassismus in seiner Klinik nicht akzeptabel sei.

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärte, von ähnlichen Vorfällen in anderen Krankenhäusern habe man bislang keine Kenntnis.