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Erste Flüchtlinge ziehen in umgebautes Wohnheim

Die Zahl der Asylsuchenden ist in diesem Jahr deutlich angestiegen. Deshalb wird nun ein Haus in Ferch zusätzlich zur Unterbringung genutzt. Aber es bleiben noch viele Probleme ungelöst.

Die ersten Zimmer der neuen Einrichtung wurden vergangene Woche der Öffentlichkeit präsentiert.
Bernd Settnik Die ersten Zimmer der neuen Einrichtung wurden vergangene Woche der Öffentlichkeit präsentiert.

In Ferch (Potsdam-Mittelmark) werden heute die ersten Flüchtlinge in der neuen Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg erwartet. Die neue Unterkunft soll helfen, die angespannte Situation in der Zentralstelle des Landes in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zu entschärfen. Dort sind derzeit etwa 1300 Menschen untergebracht – ausgerichtet ist der Standort an der Grenze zu Polen allerdings nur für 500 Flüchtlinge.

Brandenburg nimmt in diesem Jahr insgesamt rund 6100 Flüchtlinge auf – das sind fast doppelt so viele, wie es im Vorjahr waren. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) geht angesichts der internationalen Krisenherde von weiter steigenden Zahlen aus. Für 2016 rechnet er mit bis zu 1000 neuen Asylsuchenden monatlich im Land. Die Kapazität für die Erstaufnahme des Landes soll darum bis Ende 2015 schrittweise auf 3000 Plätze ausgebaut werden.

In Ferch ist ein ehemaliges Wohnheim der Bundeswehr umgebaut worden. Etwa 50 Asylsuchende sollen dort zunächst unterkommen. Anfang 2015 sollen laut Innenministerium dann etwa 100 Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht werden können, im Sommer dann schließlich bis zu 280 Menschen. Bauarbeiten laufen daher noch. Die Kosten für die erste Stufe des Ausbaus liegen laut Behörden bei maximal 100 000 Euro.