Frank Bommert (CDU), hier auf einem Archivbild, fordert Konsequenzen von Ingo Senftleben.
Frank Bommert (CDU), hier auf einem Archivbild, fordert Konsequenzen von Ingo Senftleben. dpa-Archiv (Bildkombo)
Landtagswahl

Erste Rücktrittsforderungen aus CDU gegen Senftleben

In der CDU beginnt bereits kurz nach der Wahl das Rumoren: Gegenüber dem Nordkurier hat ein Landtags-Abgeordneter den Rücktritt von Spitzenkandidat Ingo Senftleben gefordert.
Potsdam

Kaum eine Stunde nach Bekanntgabe der ersten Prognosen für die Landtagswahl in Brandenburg haben in der brandenburgischen CDU erste Funktionäre personelle Konsequenzen von Spitzenkandidat Ingo Senftleben gefordert. Der Landtags-Abgeordnete Frank Bommert (CDU) sagte dem Nordkurier: „Sentftleben hat die Wahl versemmelt und muss Verantwortung übernehmen. Er kann in einer Regierung nicht dabei sein, weil er gesagt hat, er möchte mit Woidke nicht in einer Regierung sitzen.” Wenn man sich so festgelegt habe, müsse man danach handeln.

Senftleben fühlt sich persönlich betroffen

Zuvor hatte sich Ingo Senftleben betroffen vom Abschneiden seiner Partei nach ersten Hochrechnungen gezeigt: „Ich hätte heute gern ein besseres Ergebnis präsentiert. Ihr seid nicht verantwortlich“, sagte er am Sonntagabend bei der Wahlparty in Potsdam. „Ich fühle mich als Spitzenkandidat dafür verantwortlich.“

Es dürfe aber nicht vergessen werden, dass Rot-Rot krachend eingebrochen sei. „Es werden nun Gespräche mit Parteien geführt, die mit uns Gespräche führen wollen“, sagte Senftleben. Über Regierungsverantwortung würden dann alle CDU-Mitglieder entscheiden.

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