SCHLÄGE, FOLTER, STRAFEN

Erzieherin soll Kinder in Brandenburger Kita gequält haben

Die Behörden in Brandenburg haben eine Kindergarten geschlossen, in der eine Frau als Erzieherin arbeitete, die zuvor bereits wegen Gewalt an den Kindern verurteilt worden war.
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Die grausamen Taten haben sich offenbar über einen längeren Zeitraum in der Kita ereignet.
Die grausamen Taten haben sich offenbar über einen längeren Zeitraum in der Kita ereignet. Monika Skolimowska (Symbolfoto)
Wandlitz.

Schläge ins Gesicht, Zwangsernährung und stundenlange Strafen im Schrank oder in der prallen Sonne: Was Eltern einer Kita im Wandlitzer Ortsteil Schönwalde im Jahr 2017 deren Leiterin vorwarfen, hatte es in sich. Und im Gerichtsprozess gestand die Frau, die Taten begangen zu haben. Sie sei überfordert gewesen, sagte sie damals mehreren Medienberichten zufolge. Einem Bericht der „Bild” zufolge war die Frau, eine umgeschulte Anlagentechnikerin, damals sogar Leiterin der Kita.

Gab es weitere Fälle von Gewalt gegen die Kinder?

Damit hätte der Fall abgeschlossen sein können: Die Frau erhielt eine Geldstrafe von über 5000 Euro und die Auflage, sich einen neuen Job zu suchen. Doch das tat sie offenbar nicht: Wie den Behörden des Landkreises Barnim vor Kurzem auffiel, arbeitete die Frau offenbar weiter in der Kita.

Deren Betreiber hätten zwar behauptet, die Frau habe nur in der Küche gearbeitet, berichtet die „Märkische Oderzeitung” – doch wie das Amt herausfand, tauchte die Frau in Dienstplänen auch für die Betreuung der Kinder auf. Ob es weitere Gewalt-Vorfälle gab, ist gegenwärtig unklar – die „Bild” berichtet von weiteren Taten. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder habe erneut Ermittlungen aufgenommen.

Im Ort herrscht nun Kita-Notstand

Die Konsequenz: Die Kita wurde Anfang Oktober von einem auf den anderen Tag durch das Potsdamer Bildungsministerium geschlossen. In Wandlitz herrscht nicht zuletzt deswegen derzeit Kita-Notstand: Mehreren Medienberichten zufolge sind alle Kitas überfüllt, sodass viele der betroffenen Kita-Kinder bislang nicht in anderen Einrichtungen untergebracht werden konnten.

Warum erst mit zwei Jahren Verspätung auffiel, dass die Frau weiter in der Kita arbeitete, ist gegenwärtig unklar.

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