BISHER SCHON MEHR ALS 6,5 MILLIONEN EURO AUSGEZAHLT

Fast 3000 Ex-Heimkinder wollen Geld aus Hilfsfonds

Die Antragsfrist für Entschädigungen aus dem Fonds läuft Ende September ab. Fast 3000 ehemalige DDR-Heimkinder haben sich bereit für Zahlungen angemeldet.
dpa
In der DDR erlitten viele Heimkinder Unrecht.
In der DDR erlitten viele Heimkinder Unrecht. Hendrik Schmidt
Potsdam.

Knapp einen Monat vor Ablauf der Frist haben sich in Brandenburg fast 3000 ehemalige DDR-Heimkinder für Zahlungen aus dem Hilfsfonds angemeldet. Um die Verfahren bearbeiten zu können, hat die Beratungsstelle drei neue Mitarbeiter eingestellt, wie die Behörde am Montag mitteilte. Damit kümmerten sich insgesamt sieben Mitarbeiter und die Beratung der Betroffenen, sagte ein Sprecher. 2015 solle eine weitere Stelle folgen. Zudem hat die Anlauf- und Beratungsstelle neue Räume bezogen. Die Frist zur Anmeldung von Ansprüchen läuft noch bis zum 30. September.

Der Hilfsfonds speist sich je zur Hälfte aus Mitteln des Bundes und der ostdeutschen Länder. Wegen der unerwartet hohen Nachfrage waren die ursprünglich geplanten 40 Millionen Euro schnell verplant. Im Februar einigten sich Bund und Ost-Länder auf eine Aufstockung um bis zu 200 Millionen Euro. Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) stehen für das laufende Jahr 25 Millionen Euro zur Verfügung.

In Berlin und Brandenburg sind laut Bundesfamilienministerium bisher mehr als 6,5 Millionen Euro aus einem Hilfsfonds an ehemalige DDR-Heimkinder geflossen. Sie waren zwischen 1949 und 1990 von Betreuern misshandelt worden.

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