STREIT IN BERLIN

Findlinge aus MV sollen Falschparker zähmen

In der Hauptstadt diskutiert man ja gerne mal über die ganz, ganz wichtigen Dinge – derzeit um große Steine: Die sollen Autofahrer in Kreuzberg bändigen, was nicht alle gut finden.
dpa
Die riesigen Felsen sind ein Verkehrshindernis für alle Verkehrsteilnehmer.
Die riesigen Felsen sind ein Verkehrshindernis für alle Verkehrsteilnehmer. Paul Zinken
Berlin.

Die riesigen Findlinge auf der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg, die Falschparker bändigen sollen, sind nach Ansicht der Baukammer ein „gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“. Das Platzieren der großen Steinbrocken gegen Falschparker sei ohne Absperrungen und Warnlampen im Dunkeln eine akute Gefährdung der Verkehrsteilnehmer, hieß es in einer Mitteilung der Vereinigung von Bauingenieuren am Dienstag.

Nach einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ kosten die Steine knapp 2200 Euro und kommen aus einem Kiestagebau in Mecklenburg-Vorpommern. Mit den Felsbrocken will das Bezirksamt das Falschparken an einer Baustelle verhindern. Die Baukammer sieht hingegen das Ordnungsamt in der Pflicht und warf dem Bezirk einen „Einfallsreichtum der Absurditäten“ vor. Mit der Aktion mache sich der Bezirk möglicherweise sogar strafbar.

Eine Sprecherin des Bezirksamts wies die Anschuldigungen zurück und sagte, Absperrmaterial, Beleuchtung und Schilder seien vorhanden. „Außerdem liegen die Findlinge außerhalb des fließenden Verkehrs.“

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