Engelbert Lütke Daldrup ist sich sicher, dass es mit der Eröffnung 2020 klappt.
Engelbert Lütke Daldrup ist sich sicher, dass es mit der Eröffnung 2020 klappt. Soeren Stache
Blick aus de dem Tower der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf das Rollfeld vor dem Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld.
Blick aus de dem Tower der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf das Rollfeld vor dem Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld. Patrick Pleul
Gewagtes Versprechen

Flughafen BER soll wie geplant 2020 eröffnen

Doch, doch, ganz bestimmt: Wir eröffnen wie versprochen im Jahr 2020, sagt der BER-Chef. Um im nächsten Satz einzuräumen, dass es noch immer Probleme gibt.
Potsdam

Es waren gute Nachrichten, die aus dem Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft nach außen drangen: Eine ganzen Reihe von Firmen, etwa Bosch und Siemens, gaben feste Terminzusagen für die Fertigstellung des BER. Doch als Brandenburgs Flughafenstaatssekretär Rainer Bretschneider (SPD) am Montag im Sonderausschuss BER des Potsdamer Landtags über die letzte Sitzung des Aufsichtsrates Bericht erstattete, klang Manches schon wieder deutlich bescheidener.

„Es gibt immer noch Fehler und es gibt immer noch Schwierigkeiten“, sagte Bretschneider. „Es hat keine neue Hiobsbotschaften gegeben, das ist für den BER eine sehr wichtige Sache.“ Es gebe noch viel Arbeit für die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), „aber ich bleibe dabei, dass man schon davon ausgehen kann, dass wir Grund in den Dingen haben.“

„Und das wird auch klappen”

Das Hauptgebäude des Terminals werde im Oktober 2020 in Betrieb gehen, wie man es schon mehrfach im Ausschuss gesagt habe. „Und das wird auch klappen.“ Die Baubeauftragte von Flughafenchef Lütcke-Daldrup, Urte Verlohren, sagte, die abschließende Prüfung der Brandschutzanlage werde bis Februar 2019 stattfinden. Im März 2019 könnten dann „Interaktionstests“ und „Wirkungsprinzip-Prüfungen“ beginnen, danach könnte bei der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises ein Antrag auf Freigabe des Gebäudes gestellt werden.

Diskutiert wurde in der Sitzung des Landtagsgremiums auch über die Erweiterungsbauten des Milliardengrab-Flughafens – das Terminal T 2 für Billig-Airlines und das Pier 3 a, das vorübergehend als Provisorium errichtet werden soll, um das derzeit in Betrieb befindliche Easyjet-Terminal zu ersetzen. So fragte der CDU-Abgeordnete Dirk Homeyer, wieso man für das T 2 eine ästhetisch und architektonisch wenig anspruchsvolle Bauform gewählt habe. „Das Terminal T 2 wird seit mehreren Jahren öffentlich diskutiert“, antwortete Bretschneider.

Im Übrigen habe auch der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft den Schwerpunkt auf Schnelligkeit, Funktionalität und Inbetriebnahme gelegt. „Ich verhehle nicht, dass gerade die Ästhetik am Hauptgebäude dafür ausschlaggebend gewesen ist, dass wir diese technischen Probleme haben.“ Im April war bekannt geworden, dass wegen der Bauverzögerungen in den alten Flughafen Schönefeld noch einmal Millionen investiert werden müssen.

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