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Fundtiere bringen Heime in finanzielle Schwierigkeiten

Vor allem Katzen landen in Brandenburg in Tierheimen Exoten sind dort eher selten zu finden.
Vor allem Katzen landen in Brandenburg in Tierheimen Exoten sind dort eher selten zu finden.
Jens Büttner

Hunderte Tiere werden in Brandenburg jährlich ausgesetzt. Ein Teil von ihnen landet dann in den Tierheimen, besonders im späten Frühjahr. Wer kommt für diese Versorgung auf?

Viele Brandenburger Tierheime klagen über mangelnde finanzielle Unterstützung. „Wir päppeln die Tiere auf, versorgen und trainieren sie, um sie letztlich in ein neues Zuhause zu vermitteln“, erklärte Renate Seidel, Vorsitzende des Landestierschutzbundes. Dessen 30 Mitgliedsvereine agieren als Träger für 16 Tierheime in Brandenburg. „Dafür sehen wir von einigen Kreisen und Kommunen oft nicht einen Cent“, moniert sie. Selbst wenn eine Pauschale gezahlt werde, sei diese nicht kostendeckend. Dabei sind zunächst die Kommunen in der Pflicht, Halter ausfindig zu machen und Tiere unterzubringen, wie Rico Lange vom Tierheim Falkensee erklärt.

„Wir stellen uns die Frage, warum diese Tierschutzarbeit nahezu ausschließlich von privaten Tierfreunden mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert wird“, so Seidel. Sie kritisiert Halter, die kranke oder alte Hunde und Katzen, aber auch trächtige Katzen oder Jungtiere aussetzen würden. Besonders viele Fundtiere werden im späten Frühjahr und im Herbst augenommen. „Das sind dann Weihnachtsgeschenke, die plötzlich nicht mehr so niedlich sind, und zum anderen Tiere, die im Frühjahr am Zweitwohnsitz angeschafft wurden, dann aber nicht mit in die Wohnung genommen werden können.“