Einige Abschnitte des Flusses Schwarze Elster in Südbrandenburg sind bereits ausgetrocknet. Um dem jährlich wiederkehrenden Niedrigwasser entgegenzutreten, ist es nun in der Region Potsdam verboten worden, für die Bewässerung Wasser aus Seen und Flüssen zu pumpen.
Einige Abschnitte des Flusses Schwarze Elster in Südbrandenburg sind bereits ausgetrocknet. Um dem jährlich wiederkehrenden Niedrigwasser entgegenzutreten, ist es nun in der Region Potsdam verboten worden, für die Bewässerung Wasser aus Seen und Flüssen zu pumpen. Patrick Pleul, Christin Klose, NK-Montage
Wegen Trockenheit

Gießen mit Wasser aus Seen und Flüssen ist jetzt verboten

Die anhaltende Trockenheit sorgt in viele Regionen für extremes Niedrigwasser. Eine Behörde in Brandenburg zog nun die Reißleine durch ein Verbot – und Verstöße können teuer werden.
dpa
Potsdam

Wegen anhaltender Trockenheit hat Potsdam als Untere Wasserbehörde nun die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern per Allgemeinverfügung untersagt. Das heißt: Es ist auf dem Gebiet der Landeshauptstadt verboten, für die Bewässerung Wasser aus Seen, Flüssen und Gräben zu pumpen, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.

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Seit 2018 gebe es in Potsdam jährlich wiederkehrend extremes Niedrigwasser in den warmen Monaten, hieß es zur Begründung. Die bisher in diesem Jahr gefallenen, örtlich begrenzten und geringen Niederschläge hätten nicht zu einer Entspannung der Situation beitragen können.

Durch die Wasserentnahmen seien die Gewässer zusätzlichem Stress ausgesetzt, der sich im Rückgang der Wasserstände, in vermehrtem Algenwachstum und im Fischsterben wegen Sauerstoffmangels äußern könne. Das Verbot sei zum Schutz von Natur und Umwelt notwendig.

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Die erlassene Allgemeinverfügung gilt der Mitteilung nach ab sofort und bis zum 10. Oktober – wenn sie nicht vorher widerrufen wird. Verstöße könnten mit hohen Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden, hieß es.

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