FEUER IN BRANDENBURG

Großbrand hält Feuerwehrleute in Atem

Die Feuerwehrleute in Brandenburg kommen nicht zur Ruhe. Hitze und Trockenheit fachen Waldbrände immer wieder an. So auch in der Lieberoser Heide, wo noch alte Munition liegt. Auch in Berlin lässt das Wetter die Brandgefahr ansteigen.
dpa
Ein Hubschrauber der Bundespolizei bei Löscharbeiten über einem Waldstück in der Lieberoser Heide: Der Waldbrand in diesem Gebiet hatte sich am Dienstag auf rund 100 Hektar ausgeweitet, sagte ein Polizeisprecher.
Ein Hubschrauber der Bundespolizei bei Löscharbeiten über einem Waldstück in der Lieberoser Heide: Der Waldbrand in diesem Gebiet hatte sich am Dienstag auf rund 100 Hektar ausgeweitet, sagte ein Polizeisprecher. Bundespolizei/dpa
Lieberose.

Nach dem erneuten Ausbrechen von Waldbränden in Brandenburg versuchen die Feuerwehren, die Feuer unter Kontrolle zu kriegen. Doch vor allem im Süden und Westen des Bundeslandes stieg die Gefahr neuer Brände immer weiter – hier herrschte nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen die höchste Gefahrenstufe für Waldbrände.

Besonders gefährlich wird es derzeit im Landkreis Dahme-Spreewald: In der Lieberoser Heide dehnt sich der am Montag ausgebrochene Waldbrand weiter aus. Es brennt nach Angaben des Landkreises auf einer Fläche von 100 Hektar. „Die Lage ist angespannt, aber momentan müssen wir keine Evakuierung und keine Straßensperrung ins Auge fassen“, sagte ein Landkreis-Sprecher am Dienstag. Am Montagabend war die Großgefahrenlage ausgerufen worden.

Zweiter Hubschrauber angefordert

120 Einsatzkräfte mit gut 30 Fahrzeugen sind nach Angaben des Sprechers derzeit in dieser Region im Einsatz. Ein Löschhubschrauber der Bundespolizei mit einem 2000 Liter Wassertank unterstütze die Feuerwehren. Ein zweiter Hubschrauber sei angefordert worden. Das Technische Hilfswerk könne Löschwasser aus einem nahe liegenden See pumpen.

Vor allem der immer wieder drehende Wind mache den Einsatzkräften zu schaffen, sagte der Sprecher des Landkreises weiter. Wichtig sei, dass sich der Brand nicht Richtung „rote Zone“ ausbreite. Da liege noch Munition, weil sich dort ein ehemaliger Truppenübungsplatz befinde. Das Feuer könne in diesem Bereich fast nur aus der Luft bekämpft werden.

Rat an Anwohner: Fenster und Türen schließen

„Das Hauptproblem ist momentan der Wind“, bekräftigte auch der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel. Das Gebiet in der Lieberoser Heide bestehe zum größten Teil aus Kiefernwald. Auch gebe es derzeit westlich der Heide eine große Rauchentwicklung. Die Leitzentrale in der Lausitz bestätigte die Geruchsbelästigung. Einwohner in umliegenden Ortschaften der Lieberoser Heide sollten Fenster und Türen geschlossen halten, hieß es. Auch die Leitstellen in Potsdam- Mittelmark und der Stadt Brandenburg sprachen von einer Rauchbelästigung. Der Rauch ziehe durch den drehenden Wind Richtung Berlin.

In der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus hatte es bereits im Juli 2018 auf einer Fläche von 400 Hektar gebrannt, Anfang Juni 2019 dann erneut auf 1000 Quadratmetern.

Auch in Berlin ließen Hitze und Trockenheit derweil die Brandgefahr steigen. Im Berliner Grunewald nahe dem Teufelsberg brach am Dienstag ein Feuer aus. „Es handelt sich um einen etwa ein Hektar großen Waldbodenbrand“, sagte eine Sprecherin der Berliner Feuerwehr. 40 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, weitere Feuerwehrleute waren auf dem Weg. Die Brandursache war zunächst unklar.

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