Vier Festnahmen

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Großeinsatz gegen mutmaßliche Schleuserbande

Bei einem Großeinsatz gegen eine mutmaßliche Schleuserbande hat die Bundespolizei drei Männer und eine Frau festgenommen. (Archivbild)
Bei einem Großeinsatz gegen eine mutmaßliche Schleuserbande hat die Bundespolizei drei Männer und eine Frau festgenommen. (Archivbild)
Paul Zinken

Die Bundespolizei hat am Dienstag 47 Wohnungen in Berlin, Brandenburg und NRW durchsucht. Eine deutsch-serbische Bande soll Scheinehen arrangiert haben.

Bei einem Großeinsatz gegen eine mutmaßliche Schleuserbande hat die Bundespolizei drei Männer und eine Frau festgenommen. Außerdem wurden am Dienstagmorgen 47 Wohnungen in drei Bundesländern durchsucht, wie ein Sprecher der Bundespolizei der dpa sagte. Vorgeworfen werde den Festgenommenen, in bislang etwa 200 ermittelten Fällen Scheinehen arrangiert zu haben. Sie seien die Hauptbeschuldigten in dem Verfahren.

Mehr als 570 Beamte waren an dem Einsatz gegen die mutmaßliche deutsch-serbische Bande beteiligt. Laut Bundespolizei erfolgte der Großeinsatz im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin. Der überwiegende Teil der durchsuchten Wohnungen befinde sich in Berlin, hieß es. Die Festnahmen erfolgten am frühen Morgen in den Stadtteilen Reinickendorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf sowie dem brandenburgischen Teltow. Nach Angaben des Sprechers handelte es sich um eine zwei deutsche Männer im Alter von 51 und 63 Jahren, eine 51-jährige deutsche Frau und einen 40 Jahre alten Serben.

Weitere Wohnungen wurden in Charlottenburg-Wilmersdorf, Pankow, Neukölln, Spandau, Mitte und Tempelhof-Schöneberg durchsucht. Aber auch in Nordrhein-Westfalen seien Privatwohnungen durchsucht worden. „Wir erhoffen uns, bei den Durchsuchungen umfangreiche Beweismittel sicherzustellen”, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Banden- und gewerbsmäßigen Einschleusung von Ausländern liefen seit Oktober 2017.