FRIEDLICHE REVOLUTION

Grüner aus Templin fordert Ost-Feiertag

Da am 18. März 1990 die ersten freien Wahlen der DDR stattfanden, sollte an diesem Datum nach Ansicht eines Grünen-Politikers aus dem Berliner Abgeordnetenhaus ein Gedenktag begangen werden.
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Bei der Wahl am 18. März 1990 stimmten die DDR-Bürger auch darüber ab, ob und wie es zu einer Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik kommen sollte.
Bei der Wahl am 18. März 1990 stimmten die DDR-Bürger auch darüber ab, ob und wie es zu einer Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik kommen sollte. Maurizio Gambarini
Berlin.

In einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel” fordert der gebürtige Templiner Andreas Otto, dass der 18. März ein Gedenktag werden sollte. Zwar ist dieses Datum bereits im Berliner Feiertagsgesetz aufgeführt. Jedoch wird an diesem Tag der Revolution von 1848 gedacht.

Historisch viel näher liege allerdings ein Ereignis aus dem Jahr 1990, so der Grünen-Politiker aus dem Berliner Abgeordnetenhaus: „Der 18. März 1990 war das große Finale der friedlichen Revolution in der DDR. An diesem Tag fand nach mehr als 40 Jahren die erste demokratische Parlamentswahl im Osten Deutschlands statt”, schreibt Otto in dem Gastbeitrag.

Bei der Wahl am 18. März 1990 stimmten die DDR-Bürger auch darüber ab, ob und wie es zu einer Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik kommen sollte. Aus Sicht von Otto „ein Schicksalstag im besten Sinne.” Deshalb sollte dieses Datum „als besonderer Gedenktag gewürdigt und im Berliner Feiertagsgesetz vermerkt sein.

Otto ist aber nicht der Erste, der die einzige freie Wahl der DDR als Anlass des Gedenkes zu diesem Datum ins Spiel bringt. Bereits 2013 gab es dazu Diskussionen zwischen diversen Politikern.

Andreas Otto wurde am 27. Februar 1962 in Templin geboren. Seit 2006 ist der Grünen-Politiker Mitglied des Abgeordnetenhauses in Berlin.

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Kommentare (1)

Wahrscheinlich wäre es vielen Menschen lieber, wenn sich die Grünen einmal darüber Gedanken machen, was sie mit ihrer Blockadehaltung im Bundesrat, in Bezug auf sichere Herkunftsländer, anrichten. Mi ihrer Verweigerungshaltung verhindern sie die Anschiebung von Menschen, die sich unberechtigterweise in unserem Land aufhalten, selbst dann, wenn sie mehrfach vorbetraft und hochkriminell sind. Die Sicherheit der Menschen in unserem Land, insbesondere der Frauen und Mädchen, sind wohl wesentlich wichtiger, als ein zusätzlicher Feiertag. Für mich persönlich handelt es sich bei diesem Vorschlag um ein plumpes Wahlversprechen und um Sand für die Augen des Wählers.