Insgesamt 206 Reptilien, darunter Schlangen, Echsen, Geckos und 160 Schildkröten, befinden sich derzeit im Tierheim der Hauptstadt.
Insgesamt 206 Reptilien, darunter Schlangen, Echsen, Geckos und 160 Schildkröten, befinden sich derzeit im Tierheim der Hauptstadt. Lena Lachnit/dpa, Dominique Leppin/dpa, Sven Hoppe/dpa, NK-Montage
Zu hohe Energiekosten

Viele Halter von Exoten wollen ihre Tiere abgeben

Tierheime schlagen Alarm: Viele Halter von Echsen, Schlangen oder Schildkröten können ihr Hobby nicht mehr finanzieren und wollen die Tiere abgeben. Doch dabei gibt es ein Problem.
dpa
Berlin

Kein Geld mehr für Echsen, Schlangen oder Schildkröten: Viele Halter exotischer Tiere können die deutlich gestiegenen Energiekosten für dieses Hobby nicht mehr finanzieren. „Die Rückmeldung aus vielen Tierheimen ist einhellig, dass sich in den vergangenen Wochen immer mehr Halter gemeldet haben, die ihre exotischen Tiere abgeben wollen“, sagte Lea Schmitz, Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbunds. Grund seien die gestiegenen Energiepreise. Gleichzeitig erhalte der Tierschutzbund aus Tierheimen die Information, dass diese keine weiteren Exoten mehr aufnehmen könnten.

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Das Tierheim Berlin etwa muss derzeit die meisten exotischen Tiere ablehnen. „Aufgrund der Energiekrise gab es bereits im frühen Herbst einige Abgabeanfragen“, sagte Ute Reinhardt, Sprecherin des Tierheims. Diese hätten sie bereits ablehnen müssen, weil das Exotenhaus voll sei. Das Haus ist zu 90 Prozent ausgelastet – nur noch in Terrarien für Notfälle ist Platz.

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Dabei leidet das Tierheim selbst unter den hohen Energiekosten. Der Gasabschlag für das gesamte Heim habe sich im November verdreifacht. „Wir sparen, wo es geht – und bei den Exoten geht es halt einfach nicht“, so Reinhardt. Gerade die Reptilien bräuchten ein warmes Gehege zwischen 25 und 28 Grad, eine Schlange benötige es mit 30 Grad noch wärmer, sonst sterbe sie.

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Insgesamt 206 Reptilien, darunter Schlangen, Echsen, Geckos und 160 Schildkröten, befinden sich derzeit im Tierheim der Hauptstadt. Deren Vermittlung sei nicht einfach, so Reinhardt.

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