WEGEN CORONA

Hier gab es das Abizeugnis per Drive-in

Es war zwar nicht so feierlich, aber wahrscheinlich trotzdem ein besonderer Tag für die Abiturienten: Sie bekamen ihre Abschlusszeugnisse von der Direktorin ins Auto gereicht.
dpa
Schulleiterin Gabriele Schiebe übergibt das Abiturzeugnis in die Autos mit den Schülern des Louise-Henriette-Gymnasi
Schulleiterin Gabriele Schiebe übergibt das Abiturzeugnis in die Autos mit den Schülern des Louise-Henriette-Gymnasiums. Das Gymnasium hat die Abiturfeier auf das TÜV-Gelände in Oranienburg verlegt. Fabian Sommer
Viele Autos waren entsprechend geschmückt.
Viele Autos waren entsprechend geschmückt. Fabian Sommer
Auch ein Traktor war dabei.
Auch ein Traktor war dabei. Fabian Sommer
An diesen Tag werden sich die Abiturienten wahrscheinlich ihr ganzes Leben erinnern.
An diesen Tag werden sich die Abiturienten wahrscheinlich ihr ganzes Leben erinnern. Fabian Sommer
Herausgeputzt waren die Teilnehmer der Feier trotzdem.
Herausgeputzt waren die Teilnehmer der Feier trotzdem. Fabian Sommer
Es war wohl die ungewöhnlichste Zeugnisübergabe in Corona-Zeiten.
Es war wohl die ungewöhnlichste Zeugnisübergabe in Corona-Zeiten. Fabian Sommer
Oranienburg.

Nicht feierlich in der Schulaula, sondern per Drive-in haben Schüler des Louise-Henriette-Gymnasiums in Oranienburg (Oberhavel) ihr Abiturzeugnis entgegengenommen. Auf dem  TÜV-Rheinland-Gelände in Lehnitz wurde ihnen das Dokument am Samstag von Direktorin Gabriele Schiebe durch die Fensterscheibe des Autos gereicht.

Bei strömenden Regen ging die Direktorin von Fahrzeug zu Fahrzeug – in sicherem Abstand voneinander wegen der coronabedingten Hygieneregelungen geparkt. Sie übergab das Zeugnis, einen Schirm, eine Mund-Nasen-Maske und eine Rose. Die Schüler wurden von Verwandten begleitet, die mit Hupen die jungen Leute beglückwünschten.

Sie hatten sich trotzdem herausgeputzt

Die Autos waren mit Luftballons geschmückt, viele hatten auch Schilder mit der Aufschrift „Abi 2020”. Die Abiturienten selbst zeigten sich trotz der ungewohnten Situation festlich herausgeputzt: Mädchen mit langen Ballkleidern und toll frisiert, die Jungen in Anzug und meist mit Krawatte.

Schulleiterin Schiebe wollte trotz der widrigen Umstände den Schülern einen außergewöhnlichen Tag bieten. Zur Schulaula hätten jeweils nur 75 Menschen Zutritt wegen der Abstandsregelungen gehabt. Vier Durchgänge wären für die Zeugnisübergabe notwendig gewesen.

In Neustrelitz wurde die Zeugnisvergabe in der vergangenen Woche ins Freie verlegt. 130 Abiturientinnen und Abiturienten saßen in gebührendem Abstand von einander entfernt.

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