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Hoffen auf ein gutes Silvestergeschäft

In Peitz werden in dieser Fangsaison rund 500 Tonnen Karpfen gefischt.
In Peitz werden in dieser Fangsaison rund 500 Tonnen Karpfen gefischt.
Patrick Pleul

Karpfen stehen zum Jahresende bei den Familien in Berlin und Brandenburg hoch im Kurs.

Fischereibetriebe in Brandenburg bereiten sich seit Wochen auf die Festtage vor. Die Silvesterkarpfen warten noch in großen Anlagen auf den Verkauf. Nachdem der erste Schwung Karpfen an den Weihnachtsfeiertagen auf den Tellern gelandet ist, hoffen die Brandenburger Fischereibetriebe nun auf ein gutes Silvestergeschäft. Ähnlich wie im Vorjahr seien 2013 gut 1000 Tonnen Karpfen geerntet worden, teilte das Potsdamer Agrarministerium mit. Beliebt seien bei den Verbrauchern nach wie vor Fische mit einem Gewicht zwischen drei und fünf Pfund. Die Preise haben besonders wegen der gestiegenen Energiekosten mit durchschnittlich sechs Euro je Kilogramm leicht zugelegt.

„Es geht langsam los“, sagte Dietrich Kunkel, Geschäftsführer der Peitzer Edelfisch Handelsgesellschaft, schon in den Tagen vor Weihnachten. „Es sind ausreichend Karpfen da.“ Allein die Peitzer bringen dieser Tage rund 500 Tonnen auf den Markt.

Im vergangenen Jahr ernteten die 32 Brandenburger Betriebe, die Karpfen züchten, 703 Tonnen Speisekarpfen, wie aus dem Jahresbericht des Instituts für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow hervorgeht, der jetzt vorgelegt wurde. „Mit der Produktion von Silvesterkarpfen liegt Brandenburg nach Sachsen und Bayern bundesweit auf dem dritten Platz“, sagte Lars Dettmann, Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes Brandenburg-Berlin. Das seenreiche Brandenburg gilt als Hauptregion der erwerbsmäßigen Seen- und Flussfischerei in Deutschland; laut dem Jahresbericht stammen in diesen beiden Zweigen mehr als 40 Prozent des Fischfangs aus Brandenburg.