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Hunderte Betroffene beantragen nach Starkregen Nothilfen

So sah es am 29. Juni dieses Jahres in Oranienburg aus.
So sah es am 29. Juni dieses Jahres in Oranienburg aus.
Helge Treichel

Der Regen kam plötzlich und heftig. Viele Keller im Landkreis Oberhavel liefen voll, es gab Überschwemmungen. Ein Nothilfefonds soll Geschädigten helfen - eine wichtige Frist läuft dafür bald ab.

Nach heftigen Unwettern im Sommer mit Überschwemmungen nördlich von Berlin haben Hunderte Betroffene Geld aus einem Nothilfefonds beantragt. Bis Mitte Oktober gingen insgesamt 490 Anträge ein, wie der Landkreis Oberhavel mitteilte. Der Nothilfefonds von Kreis und Land umfasst 400.000 Euro. Er ist für Mieter oder Eigentümer im Landkreis Oberhavel gedacht, deren Wohnungen und Häuser durch Überschwemmungen beschädigt wurden. Auch für beschädigten Hausrat gibt es Geld oder für Abriss- und Aufräumarbeiten. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober.

Tage lang von öffentlicher Kanalisation abgeschnitten

Bislang seien im Rahmen von Soforthilfen bereits rund 100.000 Euro ausbezahlt worden, hieß es weiter. Über die übrigen Anträge soll nach Ablauf der Frist entschieden werden. Im August hatte das brandenburgische Finanzministerium zudem angekündigt, Geschädigten auch mit Steuererleichterungen zu helfen. Zum Beispiel können sie die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung in der Steuererklärung eintragen.

Bei den Unwettern im Juni und Juli hatte es besonders die Region nördlich von Berlin hart getroffen. In der Gemeinde Leegebruch bei Oranienburg zum Beispiel waren Hunderte Haushalte viele Tage lang wegen Überschwemmungen von der öffentlichen Kanalisation abgeschnitten. Die Feuchtigkeit drang in die Elektrik von Abwasser-Hausanschlüssen ein. Auch die Stromversorgung fiel teilweise aus. In Oranienburg waren durch die Regenfälle auch viele Keller vollgelaufen. Straßen mussten abgepumpt werden.